STUDIE
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Schlagworte: Alltags- und Urlaubsraum, Lebenszufriedenheit
17. Juli 2025
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Um mehr über die Lebenszufriedenheit, das Tourismusbewusstsein, die Tourismusakzeptanz und die Vorstellungen zur weiteren Tourismusentwicklung in der bayerischen Bevölkerung zu erfahren, haben wir seitens des Bayerischen Zentrums für Tourismus bereits im April 2022 eine bayernweite Befragung durchgeführt. Im März 2025 haben wir eine neuerliche Studie zu diesem Thema durchgeführt, um mögliche Veränderungen bei der Bewertung der Auswirkungen des Tourismus zu untersuchen. Hierzu wurden in einer repräsentativen Studie 3.000 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren der deutschsprachigen Bevölkerung in Bayern befragt. Ein besonderer Fokus liegt bei den Studien auf der Lebenszufriedenheit der Bevölkerung in Bayern sowie seinen Regierungsbezirken und dem Einfluss des Tourismus auf verschiedene Faktoren, die für die Lebenszufriedenheit wichtig sind.

39 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Region, in der sie leben, den Tourismus braucht, weil viele Leute davon leben.
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Je jünger die befragten Personengruppen sind, desto eher fühlen sie sich durch den Tourismus in der Region, in der sie leben, gestört.
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59 Prozent sind aktuell (sehr) zufrieden mit ihrem Leben. Je touristisch geprägter die Region des Wohnortes, desto zufriedener sind die Befragten.
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Für 75 Prozent der Befragten ist die Verfügbarkeit von ausreichend bezahlbarem Wohnraum (sehr) wichtig für die eigene Lebensqualität – eine negative Beeinflussung durch den Tourismus sehen hier 35 Prozent.
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56 Prozent der Befragten sind mit dem Status quo der touristischen Entwicklung in ihrer Region zufrieden und wünschen sich deshalb nicht mehr und nicht weniger Tourismus.
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Eine touristische Entwicklung in Richtung „sanfter Tourismus“ wünschen sich 73 Prozent der Befragten.
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Laut der Studie sind 59 Prozent der Befragten aktuell (sehr) zufrieden mit ihrem Leben, wobei sich ein Zusammenhang zwischen der touristischen Prägung einer Region und der Lebenszufriedenheit zeigt: Je stärker der Tourismus im Wohnumfeld ausgeprägt ist, desto positiver ist die Zufriedenheit der Bevölkerung mit ihrem Leben.
Grundsätzlich nimmt die Bevölkerung den positiven Einfluss des Tourismus auf die Region wahr – insbesondere in Bezug auf Beschäftigungsmöglichkeiten (46 Prozent) und Einnahmequellen für die lokale Bevölkerung (47 Prozent). 45 Prozent betonen, dass durch den Tourismus Freizeit- und Kulturangebote entstanden sind, die auf ein attraktives Lebens- und Wohnumfeld (34 Prozent) einzahlen.
Für drei Viertel der Befragten stellt die Verfügbarkeit von ausreichend bezahlbarem Wohnraum einen (sehr) wichtigen Faktor für die eigene Lebensqualität dar: 35 Prozent sehen hier eine negative Beeinflussung durch den Tourismus. Die Einschätzung schwankt von Regierungsbezirk zu Regierungsbezirk. Vor allem in Schwaben (42 Prozent) und in Oberbayern (50 Prozent) klagen die Befragten darüber. Negative Auswirkungen des Tourismus auf überteuerte Immobilienpreise und hohe Mieten nennen 53 bzw. 48 Prozent der Befragten.
Auch bei den Lebenshaltungskosten zeigen die Ergebnisse ein ähnliches Spannungsfeld: Für 86 Prozent ist dieser Aspekt grundsätzlich (sehr) wichtig für die Lebensqualität, aus Sicht von 32 Prozent der Befragten wirkt sich der Tourismus negativ auf die Lebenshaltungskosten aus.
Zwischen den Altersgruppen zeigt sich eine Diskrepanz bei der Beurteilung des Tourismus: Je jünger die Befragten, desto stärker empfinden sie beispielsweise den Tourismus als Belastung. Während sich bei den über 60-Jährigen nur sieben Prozent und bei den über 70-Jährigen nur drei Prozent durch den Tourismus in der Region, in der sie leben, gestört fühlen, sind es bei den 18- bis 29-Jährigen mehr als jede(r) Vierte.
Die Studienergebnisse zeigen mehrheitlich keine Änderungswünsche in Bezug auf das Tourismusniveau innerhalb der Region: 56 Prozent aller Befragten finden den Status quo gut so wie er ist. Für mehr Tourismus plädieren in Unter- und in Oberfranken jede(r) Vierte der Befragten. Rund jede(r) Fünfte wünscht sich weniger Tourismus in Oberbayern.
Ein deutliches Signal setzt die Bevölkerung in Sachen Zukunftsgestaltung: 73 Prozent der Befragten befürworten eine touristische Weiterentwicklung in Richtung „sanfter Tourismus“. Die Gestaltung qualitativ hochwertiger touristischer Angebote (57 Prozent), einen Einbezug der lokalen Bevölkerung bei der Tourismusentwicklung (56 Prozent) sowie einen zunehmenden Fokus auf Naturtourismus mit Angeboten rund um Spazierengehen, Wandern oder Fahrradfahren (56 Prozent) werden ebenfalls klar priorisiert.
„Die Studie zeigt, dass die Menschen in Bayern die positiven Auswirkungen des Tourismus für ihre Heimatregion und auch sich selbst sehr wohl erkennen“, so Prof. Alfred Bauer vom BZT. „Jedoch werden mit dem Tourismus auch negative Dinge verbunden. Diese gilt es ernst zu nehmen und Lösungen zu suchen, da ohne die Akzeptanz der Einheimischen kein zukunftsfähiger Tourismus möglich ist.“

Befragungszeitraum: 13.03.2025 bis 01.04.2025
Zielpersonen/Stichprobe: Die Grundgesamtheit dieser Untersuchung umfasst Männer und Frauen im Alter von 18-74 Jahren in Bayern. Die Grundgesamtheit umfasst ca. 9.666.059 Personen (deutschsprachige Bevölkerung). Daraus wurde eine repräsentative Stichprobe im Umfang von 3.000 Personen gezogen.
Durchführung der Studie: NIQ eBUS International – powered by GfK intelligence
Methode: Dieser Untersuchung liegt methodisch eine Quotenstichprobe zugrunde. Die Ermittlung der Quoten erfolgte auf der Basis amtlicher Statistiken (Mediaanalyse 2024) sowie eigener Berechnungen von GfK. Zur Gewährleistung einer repräsentativen Stichprobe wurden die Merkmale Geschlecht, Alter, Bundesland, Ortsgröße, Haushaltsgröße und Schulbildung des Haushaltsvorstandes quotiert. Die Befragung der Panel-Teilnehmer erfolgte anhand eines strukturierten Fragebogens per CAWI (Computer Assisted Web Interview), also online. Das Interview ist mobile friendly programmiert, kann also auch auf dem Smartphone oder Tablet verwendet werden.
Auswahl der Probanden: Auf Grundlage des aktuellen Mikrozensus werden für jeden GfK eBUS® die Teilnehmer aus dem Accesspanel der GfK GmbH („askGfK“) per Quota-Auswahl angefiltert. Die Probanden werden per E-Mail zur Befragung eingeladen und erhalten zusätzlich auf ihrer Eingangsseite zu „askGfK“ die Mitteilung, dass ein Fragebogen zur Verfügung steht.



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Bayerisches Zentrum für Tourismus
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