Forschungsförderung

Die Ausschreibung der Forschungsaufträge erfolgt durch das aus Mitteln des Freistaats Bayern geförderte Bayerische Zentrum für Tourismus, das im Rahmen seines Satzungszwecks unter anderem Forschungsaufträge vergibt.

„Die Förderung von Forschungsprojekten, die sich mit der Weiterentwicklung des Tourismus in Bayern beschäftigen, ist eine wirksame Investition in die Zukunftsfähigkeit der Branche. Das BZT setzt mit seiner Arbeit zielführende Impulse, die dazu beitragen, Bayern auch weiterhin als Top-Urlaubsziel zu positionieren und die wertschöpfenden Effekte der Tourismuswirtschaft zu stärken“, betont der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Darstellung des Programms

Gegenstand der vorliegenden Ausschreibung ist die Vergabe von bis zu fünf Forschungsprojekten an einschlägige Wissenschaftler/innen an Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten etc., die sich wissenschaftlich mit dem Tourismus in Bayern befassen und deren Anträge sich inhaltlich einer der folgenden vier Forschungssäulen zuordnen lassen:

  • Neue Geschäftsmodelle im Post-Covid-19-Tourismus in Bayern

    Die noch anhaltende Covid-19-Pandemie offenbart die Verwundbarkeit des Tourismus. Auf der Angebotsseite betrifft dies nahezu alle touristischen Leistungsträger. Daher erscheint es mehr als fraglich, ob eine Rückkehr zum Business as usual einerseits sinnvoll, andererseits erstrebenswert und zukunftsorientiert ist. Diese Forschungssäule fördert daher Projekte, die sich in Kooperation von Tourismuswissenschaft und -wirtschaft zum Ziel gesetzt haben, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Diese können beispielsweise auf Produktmodifikationen, der Ansprache neuer Zielgruppen, der Entwicklung neuer Distributionswege und/oder der Erschließung neuer Absatzmärkte beruhen.

  • Perspektiven für einen Post-Covid-19-Städtetourismus in Bayern

    Auch in Bayern ist der Städtetourismus von der Covid-19-Pandemie in besonderer Weise betroffen: Wesentliche Ursachen hierfür sind das Ausbleiben ausländischer Gäste, die Absage von Messen, die Durchführung von Tagungen und Kongressen als virtuelle Veranstaltungen und der Verzicht auf städtetouristische Kurzreisen der deutschen Bevölkerung. Es stellt sich daher die Frage, wie ein Restart im Städtetourismus gelingen kann. Damit steht bei dieser Fördersäule die Kundenorientierung besonders im Fokus, wobei auch die Gestaltung zukünftiger städtetouristischer Produkte berücksichtigt werden soll.

  • Anforderungen an vernetzte Mobilität unter Berücksichtigung typischer Gästeanforderungen

    Die (touristische) Mobilität sieht sich unter anderem mit vielen logistischen Herausforderungen konfrontiert: Geschlossene Mobilitätsketten, intermodale Verkehre oder das Problem der „letzten Meile“ sind nur einige der zahlreichen Aspekte. Dabei gilt es, nicht nur die logistischen Herausforderungen zu meistern, sondern auch die Erwartungen und Anforderungen aus Sicht der Nachfrageseite zu berücksichtigen. Damit greift das Bayerische Zentrum für Tourismus mit dieser Forschungssäule einen Problembereich auf, der auch in der Nationalen Tourismusstrategie als eine der zentralen Herausforderungen für den Inbound- und Binnentourismus in Deutschland identifiziert wurde.

  • “Offen für Neues“

    Der vierte Forschungsschwerpunkt ist thematisch nicht eingeschränkt. Er beschäftigt sich mit der Förderung von touristischen Forschungsprojekten, die Themen der ersten drei Schwerpunkte nicht berücksichtigen. Hier ist insbesondere an Forschungsfragen gedacht, die aktuell (noch) nicht im „Mainstream“ der tourismuswissenschaftlichen Forschung angesiedelt sind, zukünftig aber durchaus an Relevanz gewinnen (können). Durch dieses „vernetzte Denken“ ist es möglich, neue und auch für die Tourismuswirtschaft zukunftsorientierte Themenfelder zu identifizieren und erste Forschungsaktivitäten hierzu zu initiieren.

Alle Projektanträge müssen mit einer Projektskizze (Beschreibung des Forschungsvorhabens) dargestellt werden (siehe Leitfaden). Diesem Leitfaden sind auch alle weiteren Regelungen und Vorgaben zur Bewerbung zu entnehmen.

Förderrichtlinien

Vergeben werden mit dieser Ausschreibung im Jahr 2021 bis zu fünf Forschungsprojekte mit einem Auftragswert (Festkosten der Förderung) von bis zu 50.000 EUR brutto per annum je Projekt. Der Zuschlag wird für ein Projektjahr (12 Monate) vergeben. Die Antragsfrist endet mit dem 1. Juni 2021,12:00 Uhr (Ausschlussfrist).

Für im Jahr 2020 bewilligte Forschungsprojekte kann ein begründeter Verlängerungsantrag gestellt werden, über den das BZT nach billigem Ermessen entscheidet. Die Antragsfrist endet ebenfalls mit dem 1. Juni 2021, 12:00 Uhr (Ausschlussfrist). Es gelten in jedem Fall die Vorgaben, wie unter 2.1 im Leitfaden erläutert.

Ein Anspruch auf Verlängerung des Projekts und weitere Förderungen besteht nicht.

Antragsberechtigt sind Wissenschaftler/innen an Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten etc., die sich wissenschaftlich mit dem Tourismus in Bayern befassen. Es werden ausschließlich Projekte von Antragsteller/innen aus wissenschaftlichen Einrichtungen gefördert.

Jede/r antragsberechtigte/r Antragsteller/in darf maximal zwei Förderanträge einreichen, die sich auf Themen aus unterschiedlichen Fördersäulen beziehen.

Der Zuschlag wird entsprechend § 43 Abs. 1 UVgO auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Für die Projekte wird eine Fördersumme bis zu 50.000 EUR brutto per annum gewährt (Festkosten). Die Wirtschaftlichkeit wird daher ausschließlich nach qualitativen Zuschlagskriterien bestimmt (vgl. § 43 Abs. 2 S. 2 UVgO).

Die Begutachtung der eingereichten Anträge erfolgt durch ein Begutachtungsgremium, das paritätisch aus je drei Vertreter/innen des Praxisbeirats, des Wissenschaftsbeirats sowie der Leitung des BZT besetzt ist.

Bewertungsschema

Das BZT bewertet die eingereichten Anträge nach folgenden Kriterien:

Kriteren Bewertung*
Akademische Qualifikation und Erfahrung der/s Projektleiterin/s 100
Akademische Qualifikation und Erfahrung der weiteren Mitglieder der Projektgruppe 50
Forschungsziele (insbesondere regionaler Bezug zum bayerischen Raum oder zu relevanten Themen des Bayerntourismus und Übereinstimmung mit den Forschungssäulen und Zielsetzungen des BZT) 100
Innovationsgrad des Forschungsvorhabens 100
Organisationsstruktur und Untersuchungsmethoden 50
Verwertbarkeit der Forschungsergebnisse 75
Finanzierungs- und Zeitplan 25

* max. Leistungspunkte

Der Forschungsantrag und nachfolgend aufgelistete Dokumente müssen über das Upload-Formular auf dieser Seite als PDFs zusammen mit den elektronisch erfassten Angaben zu Person und Institution übermittelt werden. Es werden ausschließlich deutschsprachige Anträge berücksichtigt.

Darüber hinaus müssen sie ebenfalls im Original und unterschrieben postalisch an das BZT versandt werden. Ausschlussfrist für die Einreichung der Anträge: 1. Juni 2021 (Poststempel).

Versandadresse:

Bayerisches Zentrum für Tourismus
Wiesstraße 13a
87435 Kempten

Folgende Dokumente sind einzureichen:

  • Forschungsantrag (max. 20 Seiten, siehe II. 4 Leitfaden)
  • Kurzlebensläufe zu Projektleiter/in und zu den weiteren Mitgliedern der Projektgruppe nebst Schriftenverzeichnis (siehe II. 3 Leitfaden)
  • Scientology Schutzerklärung (Vorlage als Download abrufbar)
  • Nur soweit einschlägig: Erklärung Forschungskooperation
  • Datenschutzerklärung – bitte postalisch zusenden, kein Upload erforderlich (Vorlage als Download abrufbar)

Die Bindefrist der eingereichten Angebote beträgt drei Monate und beginnt mit dem Ablauf der Antragsfrist.

Für Rückfragen zur Ausschreibung wenden Sie sich bitte ausschließlich schriftlich an:

Dr. Erik Lindner
E-Mail: e.lindner@bzt.bayern

Fragen der Antragstellerinnen/n zum aktuellen Ausschreibungsverfahren sind ausschließlich in Textform an Dr. Erik Lindner zu stellen. Aus Gründen der Gleichbehandlung und Transparenz werden alle aufkommenden Fragen und Antworten in anonymisierter Form hier veröffentlicht.

Downloads

Antragstellung

Bitte nutzen Sie zum Einreichen Ihres Antrags das nachstehende Upload-Formular. Die Antragsfrist endet mit dem 1. Juni 2021,12:00 Uhr (Ausschlussfrist).