Forschungsförderung

Die Ausschreibung der Forschungsaufträge erfolgt durch das aus Mitteln des Freistaats Bayern geförderte Bayerische Zentrum für Tourismus, das im Rahmen seines Satzungszwecks unter anderem Forschungsaufträge vergibt.

„Die Förderung von Forschungsprojekten, die sich mit der Weiterentwicklung des Tourismus in Bayern beschäftigen, ist eine wirksame Investition in die Zukunftsfähigkeit der Branche. Das BZT setzt mit seiner Arbeit zielführende Impulse, die dazu beitragen, Bayern auch weiterhin als Top-Urlaubsziel zu positionieren und die wertschöpfenden Effekte der Tourismuswirtschaft zu stärken“, betont der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Darstellung des Programms 2022/2023

Gegenstand der vorliegenden Ausschreibung ist die Vergabe von bis zu vier Forschungsprojekten an einschlägige Wissenschaftler/innen an Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten etc., die sich wissenschaftlich mit dem Tourismus in Bayern befassen und deren Anträge sich inhaltlich einer der folgenden vier Forschungssäulen zuordnen lassen:

  • Touristischer Arbeitsmarkt, Fachkräftesicherung und Branchenimage im bayerischen Tourismus

    Der touristische Arbeitsmarkt war bereits vor der COVID-19-Pandemie in der Diskussion. In diesem Zusammenhang waren häufig Schlagworte wie Arbeitskräfteabwanderung, Fachkräftemangel oder ein negatives Image vieler Arbeitsplätze im Tourismus zu hören. Während der Pandemie hat sich die Situation noch verschärft (z. B. durch die Lockdowns), auch wenn die Folgen der Pandemie insbesondere im touristischen Arbeitsmarkt durch Stützungsinstrumente (z. B. Kurzarbeitergeld) abgefedert wurden. Entsprechend sind in diesem Forschungsschwerpunkt Projekte erwünscht, die Analysen des touristischen Arbeitsmarktes leisten und Ansätze zur Lösung der Probleme liefern.

  • Digitalisierung und Nachhaltigkeit im bayerischen Tourismus

    Durch die COVID-19-Pandemie hat vor allem die Angebotsseite einen Digitalisierungsschub erhalten. Dies betrifft sowohl touristische Produkte (z. B. hinsichtlich der Buchbarkeit) als auch organisatorische Aufgaben von Destinationen (z. B. Besucherlenkungsmaßnahmen). Gleichzeitig nimmt der Druck auf alle touristischen Leistungsträger zu, Aspekte der Nachhaltigkeit zukünftig stärker zu berücksichtigen. Diese Verknüpfung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit soll im Mittelpunkt der in diesem Schwerpunkt geförderten Projekte stehen.

  • Der Einfluss von Megatrends (z. B. Klimawandel, demographischer Wandel etc.) auf den bayerischen Tourismus. Was ist für die Zukunftssicherung unseres bayerischen Tourismus wichtig und notwendig?

    Seit einigen Jahren steht die (bayerische) Tourismuswirtschaft vor großen Herausforderungen: Die Folgen des Klimawandels sowie des demographischen Wandels, die Bedeutungszunahme von Fragen der Sicherheit bei Reisen, die Notwendigkeit zur Entwicklung nachfragefreundlicher Mobilitätssysteme etc. sind auch weiterhin Megatrends, mit denen sich alle touristischen Leistungsträger auseinandersetzen müssen, um die Zukunft des bayerischen Tourismus zu sichern. Die Forschungsprojekte dieses Schwerpunkts sollen sich daher zukunftsorientiert (nicht retrospektiv) mit einzelnen Megatrends auseinandersetzen.

  • “Offen für Neues“

    Der vierte Forschungsschwerpunkt ist thematisch nicht eingeschränkt. Er beschäftigt sich mit der Förderung von touristischen Forschungsprojekten, die Themen der ersten drei Schwerpunkte nicht berücksichtigen. Hier ist insbesondere an Forschungsfragen gedacht, die aktuell (noch) nicht im „Mainstream“ der tourismuswissenschaftlichen Forschung angesiedelt sind, zukünftig aber durchaus an Relevanz gewinnen (können). Durch dieses „vernetzte Denken“ ist es möglich, neue und auch für die Tourismuswirtschaft zukunftsorientierte Themenfelder zu identifizieren und erste Forschungsaktivitäten hierzu zu initiieren.

Alle Projektanträge müssen mit einer Projektskizze (Beschreibung des Forschungsvorhabens) dargestellt werden (siehe Leitfaden). Diesem Leitfaden sind auch alle weiteren Regelungen und Vorgaben zur Bewerbung zu entnehmen.

Förderrichtlinien

Vergeben werden mit dieser Ausschreibung im Jahr 2022 bis zu vier Forschungsprojekte mit einem Auftragswert (Festkosten der Förderung) von bis zu 50.000 EUR brutto per annum je Projekt. Der Zuschlag wird für ein Projektjahr (12 Monate) vergeben. Die Antragsfrist endet mit dem 13. Juni 2022, 12:00 Uhr (Ausschlussfrist).

Für im Jahr 2021 bewilligte Forschungsprojekte kann ein begründeter Verlängerungsantrag gestellt werden, über den das BZT nach billigem Ermessen entscheidet. Die Antragsfrist endet ebenfalls mit dem 13. Juni 2022, 12:00 Uhr (Ausschlussfrist). Es gelten in jedem Fall die Vorgaben, wie unter 2.1 im Leitfaden erläutert.

Ein Anspruch auf Verlängerung des Projekts und weitere Förderungen besteht nicht.

Antragsberechtigt sind Wissenschaftler/innen an Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten etc., die sich wissenschaftlich mit dem Tourismus in Bayern befassen. Es werden ausschließlich Projekte von Antragsteller/innen aus wissenschaftlichen Einrichtungen gefördert.

Jede/r antragsberechtigte/r Antragsteller/in darf maximal zwei Förderanträge einreichen, die sich auf Themen aus unterschiedlichen Fördersäulen beziehen.

Der Zuschlag wird entsprechend § 43 Abs. 1 UVgO auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Für die Projekte wird eine Fördersumme bis zu 50.000 EUR brutto per annum gewährt (Festkosten). Die Wirtschaftlichkeit wird daher ausschließlich nach qualitativen Zuschlagskriterien bestimmt (vgl. § 43 Abs. 2 S. 2 UVgO).

Die Begutachtung der eingereichten Anträge erfolgt durch ein Begutachtungsgremium, das paritätisch aus je drei Vertreter/innen des Praxisbeirats, des Wissenschaftsbeirats sowie der Leitung des BZT besetzt ist.

Bewertungsschema

Das BZT bewertet die eingereichten Anträge nach folgenden Kriterien:

Kriteren Bewertung*
Akademische Qualifikation und Erfahrung der/s Projektleiterin/s 100
Akademische Qualifikation und Erfahrung der weiteren Mitglieder der Projektgruppe 50
Forschungsziele (insbesondere regionaler Bezug zum bayerischen Raum oder zu relevanten Themen des Bayerntourismus und Übereinstimmung mit den Forschungssäulen und Zielsetzungen des BZT) 100
Innovationsgrad des Forschungsvorhabens 100
Organisationsstruktur und Untersuchungsmethoden 50
Verwertbarkeit der Forschungsergebnisse 75
Finanzierungs- und Zeitplan 25

* max. Leistungspunkte

Der Forschungsantrag und nachfolgend aufgelistete Dokumente müssen über das Upload-Formular auf dieser Seite als PDFs zusammen mit den elektronisch erfassten Angaben zu Person und Institution übermittelt werden. Es werden ausschließlich deutschsprachige Anträge berücksichtigt.

Darüber hinaus müssen sie ebenfalls im Original und unterschrieben postalisch an das BZT versandt werden. Ausschlussfrist für die Einreichung der Anträge: 13. Juni 2022 (Poststempel).

Versandadresse:

Bayerisches Zentrum für Tourismus
Wiesstraße 13a
87435 Kempten

Folgende Dokumente sind einzureichen:

  • Forschungsantrag (max. 20 Seiten, siehe II. 4 Leitfaden)
  • Kurzlebensläufe zu Projektleiter/in und zu den weiteren Mitgliedern der Projektgruppe nebst Schriftenverzeichnis (siehe II. 3 Leitfaden)
  • Scientology Schutzerklärung (Vorlage als Download abrufbar)
  • Nur soweit einschlägig: Erklärung Forschungskooperation
  • Datenschutzerklärung – bitte postalisch zusenden, kein Upload erforderlich (Vorlage als Download abrufbar)

Die Bindefrist der eingereichten Angebote beträgt drei Monate und beginnt mit dem Ablauf der Antragsfrist.

Für Rückfragen zur Ausschreibung wenden Sie sich bitte ausschließlich schriftlich an:

Dr. Erik Lindner
E-Mail: e.lindner@bzt.bayern

Fragen der Antragstellerinnen/n zum aktuellen Ausschreibungsverfahren sind ausschließlich in Textform an Dr. Erik Lindner zu stellen. Aus Gründen der Gleichbehandlung und Transparenz werden alle aufkommenden Fragen und Antworten in anonymisierter Form hier veröffentlicht.

Downloads

Antragstellung

Bitte nutzen Sie zum Einreichen Ihres Antrags das nachstehende Upload-Formular. Die Antragsfrist endet mit dem 13. Juni 2022,12:00 Uhr (Ausschlussfrist).