Forschungsförderung

Die Ausschreibung der Forschungsaufträge erfolgt durch das aus Mitteln des Freistaats Bayern geförderte Bayerische Zentrum für Tourismus, das im Rahmen seines Satzungszwecks unter anderem Forschungsaufträge vergibt.

„Die Förderung von Forschungsprojekten, die sich mit der Weiterentwicklung des Tourismus in Bayern beschäftigen, ist eine wirksame Investition in die Zukunftsfähigkeit der Branche. Das BZT setzt mit seiner Arbeit zielführende Impulse, die dazu beitragen, Bayern auch weiterhin als Top-Urlaubsziel zu positionieren und die wertschöpfenden Effekte der Tourismuswirtschaft zu stärken“, betont der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Darstellung des Programms 2021/2022

Gegenstand der vorliegenden Ausschreibung ist die Vergabe von bis zu fünf Forschungsprojekten an einschlägige Wissenschaftler/innen an Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten etc., die sich wissenschaftlich mit dem Tourismus in Bayern befassen und deren Anträge sich inhaltlich einer der folgenden vier Forschungssäulen zuordnen lassen:

  • Neue Geschäftsmodelle im Post-Covid-19-Tourismus in Bayern

    Die noch anhaltende Covid-19-Pandemie offenbart die Verwundbarkeit des Tourismus. Auf der Angebotsseite betrifft dies nahezu alle touristischen Leistungsträger. Daher erscheint es mehr als fraglich, ob eine Rückkehr zum Business as usual einerseits sinnvoll, andererseits erstrebenswert und zukunftsorientiert ist. Diese Forschungssäule fördert daher Projekte, die sich in Kooperation von Tourismuswissenschaft und -wirtschaft zum Ziel gesetzt haben, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Diese können beispielsweise auf Produktmodifikationen, der Ansprache neuer Zielgruppen, der Entwicklung neuer Distributionswege und/oder der Erschließung neuer Absatzmärkte beruhen.

  • Perspektiven für einen Post-Covid-19-Städtetourismus in Bayern

    Auch in Bayern ist der Städtetourismus von der Covid-19-Pandemie in besonderer Weise betroffen: Wesentliche Ursachen hierfür sind das Ausbleiben ausländischer Gäste, die Absage von Messen, die Durchführung von Tagungen und Kongressen als virtuelle Veranstaltungen und der Verzicht auf städtetouristische Kurzreisen der deutschen Bevölkerung. Es stellt sich daher die Frage, wie ein Restart im Städtetourismus gelingen kann. Damit steht bei dieser Fördersäule die Kundenorientierung besonders im Fokus, wobei auch die Gestaltung zukünftiger städtetouristischer Produkte berücksichtigt werden soll.

  • Anforderungen an vernetzte Mobilität unter Berücksichtigung typischer Gästeanforderungen

    Die (touristische) Mobilität sieht sich unter anderem mit vielen logistischen Herausforderungen konfrontiert: Geschlossene Mobilitätsketten, intermodale Verkehre oder das Problem der „letzten Meile“ sind nur einige der zahlreichen Aspekte. Dabei gilt es, nicht nur die logistischen Herausforderungen zu meistern, sondern auch die Erwartungen und Anforderungen aus Sicht der Nachfrageseite zu berücksichtigen. Damit greift das Bayerische Zentrum für Tourismus mit dieser Forschungssäule einen Problembereich auf, der auch in der Nationalen Tourismusstrategie als eine der zentralen Herausforderungen für den Inbound- und Binnentourismus in Deutschland identifiziert wurde.

  • “Offen für Neues“

    Der vierte Forschungsschwerpunkt ist thematisch nicht eingeschränkt. Er beschäftigt sich mit der Förderung von touristischen Forschungsprojekten, die Themen der ersten drei Schwerpunkte nicht berücksichtigen. Hier ist insbesondere an Forschungsfragen gedacht, die aktuell (noch) nicht im „Mainstream“ der tourismuswissenschaftlichen Forschung angesiedelt sind, zukünftig aber durchaus an Relevanz gewinnen (können). Durch dieses „vernetzte Denken“ ist es möglich, neue und auch für die Tourismuswirtschaft zukunftsorientierte Themenfelder zu identifizieren und erste Forschungsaktivitäten hierzu zu initiieren.

Alle Projektanträge müssen mit einer Projektskizze (Beschreibung des Forschungsvorhabens) dargestellt werden (siehe Leitfaden). Diesem Leitfaden sind auch alle weiteren Regelungen und Vorgaben zur Bewerbung zu entnehmen.

Antragstellung

Die Antragsfrist endete mit dem 1. Juni 2021 um 12:00 Uhr (Ausschlussfrist).