SCHLAGLICHT
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Schlagworte: Zielgruppen und Märkte
Von Sybille Mederle und Cathrin Schiemenz, 12. August 2021
© iStock.com/franz12
Für die Generation Z bedeutet Mobilität “Flexibilität, Unabhängigkeit und Freiheit, aber auch mit Freunden, Familie und Bekannten in Kontakt bleiben zu können und Neues zu entdecken”, so die Ford-Zeitgeist-Studie, die im Auftrag der Ford-Werke GmbH durch YouGov im Jahr 2020 durchgeführt wurde. Dazu wurden in Deutschland 2.017 Personen im Alter von 18 bis 39 Jahren in einer repräsentativen Online-Erhebung befragt. Die Studie zeigt: Der Generation Z ist es wichtig, dass Mobilität nahtlos ineinandergreift und der Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln problemlos möglich sowie günstig ist. Die Generation Z, die in der Studie im Alter von 18 bis 23 Jahren befragt wurde, setzt auf vielfältige Möglichkeiten der Mobilität und greift dabei auf das Verkehrsmittel zurück, dass am besten zur jeweiligen Situation passt.
An einem normalen Tag nutzt die Generation Z verschiedene Verkehrsmittel. Dabei ist der Stellenwert des Autos im Mobilitätsmix mit 44 Prozent immer noch hoch, so die Ford-Zeitgeist-Studie weiter. Die Bedeutung des Autos aber ändert sich, denn es ist eben nur ein Bestandteil verschiedener verfügbarer Fortbewegungsmöglichkeiten. Mit 59 Prozent ist die Generation Z an einem normalen Tag am häufigsten zu Fuß unterwegs, gefolgt von Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln (47 Prozent), an dritter Stelle folgt das Auto. Das Auto wird überwiegend genutzt, um Einkäufe und Besorgungen zu erledigen, aber auch, um Freizeitaktivitäten nachzugehen oder Freunde und Familie zu treffen. Möchte die Altersgruppe schnell an ein Ziel kommen und sind Fahrrad oder ÖPNV dafür zu umständlich, greifen sie ebenso auf das Auto zurück.
Die Ford-Studie kommt weiterhin zum Ergebnis, dass verglichen zur Generation Y (24 bis 39 Jahre) 58 Prozent der Personen, die der Generation Z zugeordnet werden, ein Auto besitzen; damit sind es 13 Prozentpunkte weniger als noch in der Generation Y. Nach wie vor zeigt sich aber auch, dass der Autobesitz auf dem Land mit 71 Prozent gegenüber der Stadt mit 46 Prozent deutlich höher ist. Diejenigen unter der Generation Z, die über kein eigenes Auto verfügen, leihen sich dieses mit 31 Prozent von Familie oder Verwandten oder fragen jemanden, der sie fahren kann beziehungsweise suchen nach einer Mitfahrgelegenheit. Fragt man nach den Wünschen, die die Generation Z hat, so ist der Besitz eines eigenen Autos mit 18 Prozent gleichgestellt mit einer Wohnungseinrichtung. An erster Stelle wird der Wunsch nach einer Reise (30 Prozent) genannt, an zweiter Stelle ein Studium im Ausland (23 Prozent).
Laut der Studie sind die Wünsche an die Mobilität der Zukunft der Generation Z vielfältig: bessere Mobilitätsangebote im ländlichen Raum, Ressourcen- und Klimaschutz, das Ineinandergreifen verschiedener Mobilitätsangebote sowie ein problemloser Übergang derer, aber auch innovative Systeme, die zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen oder Mobilitätsservices, die eine Seamless Journey problemlos ermöglichen.
„Nachhaltigkeit“, „Verantwortung“ sowie „einen Beitrag zu Gemeinschaft/Gesellschaft zu leisten“, sind Werte, die der Generation Z wichtig sind. So sind für 63 Prozent der Generation Z hohe Umweltstandards, Ressourcen- und Klimaschutz wichtig. Dieses Verantwortungsbewusstsein zeigt sich auch im Bereich der Mobilität. Die Generation Z befürwortet eine Stärkung des Radverkehrs – ein Drittel nutzt das Fahrrad regelmäßig – ebenso wie mehr autofreie Zonen und mehr Platz für Fahrradfahrer oder Fußgänger. Zudem gibt mehr als die Hälfte der Befragten an, dass das Fahren eines umweltfreundlichen Autos ihnen ein gutes Gefühl gibt. Eine weitere Hälfte wünscht sich mehr Anreize für den Kauf und die Nutzung umweltfreundlicher Autos, 41 Prozent sind der Meinung, dass „Elektroautos cool und die Zukunft sind“. Kostenlose Ladesäulen für Elektrofahrzeuge erachtet mehr als die Hälfte der Generation Z als wichtig. Ein großer Teil der Altersgruppe hält fossile Antriebsmöglichkeiten für nicht zukunftsfähig.
In einer Umfrage des Bayerischen Zentrums für Tourismus aus dem Frühjahr 2021 wurde das Tagesausflugsverhalten der deutschsprachigen Bevölkerung im Alter von 18 bis 74 Jahren in Bayern (n = 2.001) untersucht. Von den insgesamt befragten Personen können 17 Prozent der Generation Z (Altersgruppe von 18 bis einschließlich 26 Jahren, n = 342) zugeordnet werden.
Für das vergangene Jahr 2020 gaben 89 Prozent der Generation Z an, mindestens einen Tagesausflug gemacht zu haben, in der übrigen Bevölkerung (von 27 bis 74 Jahren) liegt der Anteil bei 74 Prozent. 59 Prozent der Generation Z geben an, dieses Jahr bereits Tagesausflüge unternommen zu haben und auch weitere in diesem Jahr unternehmen zu wollen. In der Altersgruppe von 27 Jahren bis 74 Jahren liegt der Anteil bei 42 Prozent. Ein Zehntel der Generation Z – gegenüber 16 Prozent in der Altersgruppe ab 27 Jahren – haben dieses Jahr bisher keine Tagesausflüge unternommen und werden auch keine unternehmen.
Mit 40 Prozent ist „Shoppen und Einkaufen in einer anderen Stadt“ das am häufigsten genannte Tagesausflugsmotiv der Generation Z, gefolgt von „Besuchen bei Familien, Freunden und Bekannten“ sowie um „sportlichen Aktivitäten nachgehen“ zu können. In der Altersgruppe ab 27 Jahren stehen sportliche Aktivtäten mit 62 Prozent als Grund für Tagesausflüge an erster Stelle, gefolgt von Besuchen und Besichtigungen.
Dabei ist insbesondere der Samstag der beliebteste Wochentag für Tagesausflüge – dann sind drei Viertel der Generation Z und zwei Drittel der Befragten ab 27 Jahren unterwegs. An zweiter Stelle folgt der Sonntag, an dem 59 Prozent der 27-Jährigen und Älteren einen Ausflug unternehmen sowie 53 Prozent der Generation Z. Diese wiederum nutzt zu 38 Prozent den Freitag, ein Wert, der 14 Prozentpunkten über dem Niveau der älteren Altersgruppe liegt. Insgesamt finden am Wochenende 78 Prozent der Tagesausflüge statt: 81 Prozent der Generation Z und 77 Prozent der Altersgruppe ab 27 Jahren. Tendenziell unternimmt die Generation Z – ähnlich wie Personen ab 70 Jahren – unter der Woche häufiger einen Ausflug als die Altersgruppe zwischen 27 Jahren und 69 Jahren.
84 Prozent nutzen für Tagesausflüge das eigene Auto, wobei der Anteil bei der Altersgruppe ab 27 Jahren etwas darüber liegt, in der Gruppe der Generation Z etwas darunter. Diese nutzen zu fünf Prozent ein gemietetes Auto (ab 27 Jahren = zwei Prozent). Die Bahn wird von der Generation Z nicht häufiger oder weniger häufig genutzt als von älteren Generationen. Die älteren Generationen nutzen zu einem Fünftel das Fahrrad als Verkehrsmittel für den Tagesausflug, die Generation Z nennt dies zu zehn Prozent. Tendenziell kann der Radius der Tagesausflüge der Generation Z als kleiner gegenüber dem von Personen ab dem 27. Lebensjahr beschrieben werden.
Bei 34 Prozent der Personen ab 27 Jahren gab es bei vergangenen Tagesausflügen keine Dinge oder Situationen, die als störend oder unangenehm empfunden wurden. Dieser Anteil ist in der Gruppe der Generation Z deutlich kleiner: Unter ihnen haben sich nur 15 Prozent an nichts gestört beziehungsweise werteten keine Situation negativ. Insbesondere der Mangel an Parkplätzen, Müll und Verschmutzung sowie lange Wartezeiten und überteuerte Preise werden von der Generation Z deutlich häufiger bemängelt.
Zu viele Menschen und Stau werden unabhängig vom Alter als störend benannt. Auch in der Reaktion auf diese unangenehmen Dinge beziehungsweise Störsituationen beim Tagesausflug sind keine Unterschiede zwischen Generation Z und darauffolgenden Jahrgängen zu erkennen: Die Mehrheit verfolgt den eigenen Plan des Tagesausflugs weiter, nur etwas über 20 Prozent bleiben am Ort, aber gehen einer anderen Aktivität nach oder fahren zu einem anderen Ziel. Die Bereitschaft, den Ausflug auf Grund der Störsituation abzubrechen, ist in der Generation Z etwas höher als in der Gesamtbevölkerung.
Die Nähe der Generation Z zu digitalen Informationen zeigt sich in der Bekanntheit und Nutzung des bayerischen Ausflugstickers: Vom Ausflugsticker gehört und diesen auch schon genutzt haben 15 Prozent der Generation Z gegenüber fünf Prozent in den höheren Altersgruppen. Der Anteil derer, die vom Ausflugsticker nichts gehört hat, liegt in der Generation Z mit 57 Prozent fast 20 Prozentpunkte unter dem Anteil in der restlichen Bevölkerung (76 Prozent).
85 Prozent der Generation Z informiert sich zu einem Tagesausflug vorab – das sind etwas mehr als in der Altersgruppe ab 27 Jahren (76 Prozent). Auch die Informationssuche wird von diesen beiden Altersgruppen unterschiedlich empfunden: Personen ab 27 Jahren bewerten die Informationen im Vergleich zur Generation Z eher als „aktuell“ (36 zu 27 Prozent), „informativ“ (48 zu 37 Prozent) und „hilfreich“ (55 zu 37 Prozent). Die Generation Z bewertet die Informationen zu einem höheren Anteil als „ausführlich“ (21 zu 14 Prozent).
Fragt man jene Tagesausflügler, die sich vorab nicht informieren (acht Prozent der Generation Z und 21 Prozent der Personen ab 27 Jahre), was die Gründe dafür sind, so ist es nur bei den allerwenigsten fehlende Lust oder fehlende Zeit. Als überwiegende Gründe werden angeführt, gerne spontan unterwegs zu sein und solche Vorabinformationen nicht zu brauchen sowie sich gut auszukennen und sich gerne überraschen lassen zu wollen.
Bezüglich Maßnahmen, um Overcrowding-Phänomene einzuschränken, ist die Akzeptanz in der Generation Z geringer als in der übrigen Bevölkerung. Im Rahmen der Umfrage wurden zwölf Maßnahmen abgefragt. Dabei zeigen sich besonders hohe Akzeptanzdifferenzen bei der Beschränkung des Zugangs zu touristischen Attraktionen, bezüglich Anweisungen von Naturrangern und durch Polizei/Feuerwehr sowie bei der Einführung gesetzlicher Sanktionen. Bei höheren Parkgebühren und der Einführung von Eintrittspreisen für stark besuchte Städte/Tourismusorte liegt die Differenz in der Akzeptanz bei unter fünf.

Der Einsatz von Natur-Rangern, um Overcrowding-Phänomene einzuschränken, wird von 33 Prozent der 27-jährigen und älteren Befragten akzeptiert; in der Altersgruppe unter 27 Jahren sind es 15 Prozent. Damit zeigt sich eine Differenz von 18 Prozentpunkten. Noch größer ist der Unterschied mit 22 Prozentpunkten zwischen den Altersgruppen bezüglich der Akzeptanz von Zugangsbeschränkungen beziehungsweise Besucherobergrenzen.

Auf der einen Seite zeigt sich in der Generation Z ein Mobilitätsverhalten vor dem Hintergrund eines Bewusstseins für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Das Auto verliert – zumindest besonders in der Stadt – als Statussymbol an Bedeutung. Auf der anderen Seite ist der Generation Z Mobilität sehr wichtig, da sie Freizeit und Urlaub gerne außerhalb des alltäglichen Lebensradius verbringen. Dabei möchten sie in ihren Bewegungsfreiheiten nicht eingeschränkt werden, wie das Antwortverhalten bei der Frage nach der Akzeptanz von Besucherlenkungsmaßnahmen gezeigt hat und sich auch darin bestätigt, dass für Tagesausflüge vorwiegend das Auto genutzt wird.
Bayerisches Zentrum für Tourismus
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