NACHGEFRAGT

Schlagworte: Zielgruppen und Märkte, Corona-Pandemie

Business as usual oder Neuanfang – Videointerview mit Prof. Dr. h.c. Stephan Gerhard

07. Dezember 2020

Das Bayerische Zentrum für Tourismus interviewte verschiedene Akteure der bayerischen Tourismusbranche zum Thema „Business as usual oder Neuanfang – Geschäftsmodelle in Zeiten von Corona“. Wir sprachen mit Branchenexperte Prof. Dr. h.c. Stephan Gerhard, dem Geschäftsführer der Treugast Solutions Group, über die aktuelle Situation der Betriebe aus Hotellerie, Gastronomie und Freizeitwirtschaft und wollten von ihm wissen, wohin der Weg für die Betriebe zukünftig führt. Außerdem ging es um die Bedeutung des erdgebundenen Tourismus und die veränderte Nachfragestruktur, auf die sich die Branche einstellen muss.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Kernaussagen
  • Keine bisherige Krise ist mit der Corona-Pandemie zu vergleichen. Viele Betriebe stehen vor dem „Abgrund“. Der erste Lockdown war schlimm, aber verkraftbar, der zweite Lockdown stößt nicht nur auf Unverständnis, sondern verschlimmert die Situation der Betriebe durch die Unsicherheit noch weiter. Die Situation in der Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungsbranche ist dramatisch.
  • Urlaube in Deutschland beziehungsweise in Zentraleuropa haben an Beliebtheit zugenommen, aufgrund der besseren Planbarkeit gegenüber Reisen in Fernziele. Auch wurden bestimmte Urlaubsformen und Freizeitaktivitäten (zum Beispiel Camping, Wandern) von neuen Zielgruppen nachgefragt.
  • Geschäftsreisen, insbesondere im mittleren Segment und das klassische Seminarwesen, werden nachhaltig zurückgehen.
  • Der Städtetourismus wird sich langsamer als andere Urlaubsformen erholen, wobei die Gastronomie und das Clubwesen weniger Probleme haben werden als die Hotellerie. Diese muss sich auf wesentlich geringere Auslastungen einstellen als noch vor Corona.
  • Eine positive Entwicklung wird die erhöhte Wertschätzung für gastronomische Leistungen sein, eine vermehrte Nachfrage nach erdgebundenem Tourismus und Inlandstourismus sowie ein noch stärkeres Bewusstsein für Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Weitere Interviews