
Gesellschaft und Staat handeln im Einklang für ein anspruchsvolles Ziel: Umwelt- und sozialverträgliches Wirtschaften soll die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und damit auch Bayerns sichern. Die postmateriell eingestellten Menschen sind sich dabei ihrer Verantwortung bewusst und verändern ihre Lebensgewohnheiten, was sich auch im Urlaubsverhalten zeigt. Den identitätsbewussten Akteuren der Tourismusbranche wird dabei einiges abverlangt, jedoch dominieren agile Unternehmen, die die klare Ausrichtung auf Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor gerade im Wettbewerb gegenüber anderen Reisezielen erkennen.
Zukunftsfähigkeit ist in Deutschland von größerer Bedeutung als kurzfristiger Profit. Der Staat übernimmt mehr Verantwortung, bietet mehr Grundleistungen und greift mit größerer Lenkungsfunktion ein. Die Bevölkerung übernimmt einen Teil der Kosten, indem die Abgabenlast erhöht wird, was für den Einzelnen aber nicht zu einer geringeren Lebensqualität führen muss. Es existiert Einvernehmen über eine gemeinsame nachhaltige Tourismusstrategie mit einer klaren Vision. Alle ziehen an einem Strang. Die nachhaltige Tourismusstrategie führt dazu, dass der bayerische Tourismus sehr gut auf die Auswirkungen des Klimawandels reagieren kann. Der Klimawandel wird zudem als Chance verstanden, um durch eigene Aktivitäten an Attraktivität gegenüber alternativen Regionen zu gewinnen.
Die vorwiegend postmateriell eingestellten Gäste wählen ihre Reiseziele bewusst nach nachhaltigen Aspekten aus und gestalten ihre Anreise umweltverträglich – häufig auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dies gilt besonders für innerdeutsche Touristen sowie Gäste aus dem benachbarten europäischen Ausland. Tendenziell bleiben die Urlauber im Nahbereich und reisen innerhalb kleinerer Aktionsräume. Die durch flexible Arbeitszeitmodelle ansteigende verfügbare Freizeit erhöht die Möglichkeit, Urlaubsreisen zu machen. Es gelingt, bei breiter Verteilung auf alle touristischen Standorte, die Gästeströme zu lenken. Die Touristen fragen nach nachhaltigen Angeboten, greifen zielgerichtete Informationsangebote der Tourismusanbieter auf und konsumieren bewusster.
Die bayerischen Tourismusakteure sind agil und bewahren die Traditionen. Sie richten sich mit einem vielfältigen und differenzierten Angebot an ihren anspruchsvollen Gästen aus. Dabei achten alle Akteure darauf, effizient und nachhaltig zu wirtschaften und Ressourcen zu schonen. Die unversehrte Natur in Bayern wird als Lebens- und Wirtschaftsgrundlage erkannt und dementsprechend behandelt. Das Wachstum der Angebote in der Fläche steht im Einklang mit Klima- und Umweltschutz. Um Angebote zu gestalten und zu kommunizieren, werden digitale Möglichkeiten bis zu Künstlicher Intelligenz genutzt.

Die Lücke zwischen einem beabsichtigten Verhalten und dem tatsächlichen Verhalten (»Attitude-Behaviour-Gap«) in Bezug auf Nachhaltigkeit besteht seit nahezu dreißig Jahren, und auch wenn es wahrnehmbare Veränderungen bei der Nachfrage nach nachhaltigen Tourismusprodukten gibt, schließt sich die Lücke nur sehr langsam.
Einkauf, Produktion und Absatz nachhaltiger und qualitativ hochwertiger Produkte ziehen höhere Kosten nach sich. Eine offene Frage bleibt, ob Gäste und Urlauber bereit sind, die Preise zu zahlen, die diese Umwelt- und Sozialverträglichkeit abbilden.
Schrittweise und kleinteilige Nachhaltigkeitsbemühungen der Tourismusbetriebe reichen zukünftig nicht mehr aus, um das enorme Wachstum der internationalen Tourismusindustrie ökologisch aufzufangen.
Der Tagestourismus im Nahbereich weitet sich aus, denn durch den höheren Freizeitanteil bei geringerer Bedeutung von Erholungsurlauben steigt die Nachfrage nach Ausflügen in die nähere Umgebung. Dies kann zu unerwünschten »Overcrowding-Effekten« führen.
Nachhaltigkeit wird vom Begeisterungs- zum Hygienefaktor im bayerischen Tourismus. Wenn alle diese Grundbedingung erfüllen müssen, verliert sie jedoch ihre Stärke als Differenzierungsfaktor im Wettbewerb.
Voraussetzung der erfolgreichen Umsetzung einer digitalen Tourismusagenda ist ein hohes Maß an technischer Kompetenz der Tourismusakteure. Die klein- und mittelständische Struktur der Tourismusbranche könnte sich hier als limitierender Faktor erweisen.

Touristische Standorte diversifizieren ihr Angebot und bedienen die Bedürfnisse unterschiedlicher soziokultureller Gruppen. Bayern überzeugt durch seine Authentizität und hohe Qualität sowohl als Lebensraum als auch als Tourismusregion. Der Tourismus verteilt sich in die Regionen, die Steuerungsmaßnahmen funktionieren und führen damit zu hoher Akzeptanz in der Bevölkerung.
Projekte und Leistungsangebote, die konsequent Nachhaltigkeitskriterien umsetzen, anstatt nur die ökologischen Auswirkungen und Schäden touristischer Aktivitäten zu reparieren, auszugleichen oder zu begrenzen, werden für viele Tourismusakteure zunehmend attraktiver. So wollen Investoren sich in ihrem Anlageportfolio differenzieren, Betreiber mit hocheffizienten (und kostengünstigen) Gebäude- und Leistungskonzepten wirtschaften, und die Politik unterstützt die Akteure gezielt mit Blick auf die Erreichung nationaler und globaler Klimaziele.
Gewinner dieser Entwicklung werden agile Tourismusakteure sein, denen es gelingt, sowohl die digitale als auch die nachhaltige Agenda umwelt- und sozialverträglich zu gestalten und damit die Kunden- und Angebotshoheit über den anspruchsvollen und digital affinen Gast zu gewinnen.
Destinations-Marketing-Organisationen werden zu Destinations-Management-Organisationen und übernehmen über den marktorientierten Aspekt hinaus die Verantwortung für die Qualität regionaler Lebens- und Urlaubsräume.
Um den Tourismusstandort Bayern weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu machen, können gezielte staatliche Lenkungseingriffe dazu beitragen, die Handlungsspielräume und Möglichkeiten von Destinationen und Unternehmen – mit Blick auf die umwelt- und sozialverträglichen gesellschaftspolitischen Zielsetzungen – positiv zu beeinflussen.
Bayerisches Zentrum für Tourismus
We firmly believe that the internet should be available and accessible to anyone, and are committed to providing a website that is accessible to the widest possible audience, regardless of circumstance and ability.
To fulfill this, we aim to adhere as strictly as possible to the World Wide Web Consortium’s (W3C) Web Content Accessibility Guidelines 2.1 (WCAG 2.1) at the AA level. These guidelines explain how to make web content accessible to people with a wide array of disabilities. Complying with those guidelines helps us ensure that the website is accessible to all people: blind people, people with motor impairments, visual impairment, cognitive disabilities, and more.
This website utilizes various technologies that are meant to make it as accessible as possible at all times. We utilize an accessibility interface that allows persons with specific disabilities to adjust the website’s UI (user interface) and design it to their personal needs.
Additionally, the website utilizes an AI-based application that runs in the background and optimizes its accessibility level constantly. This application remediates the website’s HTML, adapts Its functionality and behavior for screen-readers used by the blind users, and for keyboard functions used by individuals with motor impairments.
If you’ve found a malfunction or have ideas for improvement, we’ll be happy to hear from you. You can reach out to the website’s operators by using the following email
Our website implements the ARIA attributes (Accessible Rich Internet Applications) technique, alongside various different behavioral changes, to ensure blind users visiting with screen-readers are able to read, comprehend, and enjoy the website’s functions. As soon as a user with a screen-reader enters your site, they immediately receive a prompt to enter the Screen-Reader Profile so they can browse and operate your site effectively. Here’s how our website covers some of the most important screen-reader requirements, alongside console screenshots of code examples:
Screen-reader optimization: we run a background process that learns the website’s components from top to bottom, to ensure ongoing compliance even when updating the website. In this process, we provide screen-readers with meaningful data using the ARIA set of attributes. For example, we provide accurate form labels; descriptions for actionable icons (social media icons, search icons, cart icons, etc.); validation guidance for form inputs; element roles such as buttons, menus, modal dialogues (popups), and others. Additionally, the background process scans all the website’s images and provides an accurate and meaningful image-object-recognition-based description as an ALT (alternate text) tag for images that are not described. It will also extract texts that are embedded within the image, using an OCR (optical character recognition) technology. To turn on screen-reader adjustments at any time, users need only to press the Alt+1 keyboard combination. Screen-reader users also get automatic announcements to turn the Screen-reader mode on as soon as they enter the website.
These adjustments are compatible with all popular screen readers, including JAWS and NVDA.
Keyboard navigation optimization: The background process also adjusts the website’s HTML, and adds various behaviors using JavaScript code to make the website operable by the keyboard. This includes the ability to navigate the website using the Tab and Shift+Tab keys, operate dropdowns with the arrow keys, close them with Esc, trigger buttons and links using the Enter key, navigate between radio and checkbox elements using the arrow keys, and fill them in with the Spacebar or Enter key.Additionally, keyboard users will find quick-navigation and content-skip menus, available at any time by clicking Alt+1, or as the first elements of the site while navigating with the keyboard. The background process also handles triggered popups by moving the keyboard focus towards them as soon as they appear, and not allow the focus drift outside it.
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We aim to support the widest array of browsers and assistive technologies as possible, so our users can choose the best fitting tools for them, with as few limitations as possible. Therefore, we have worked very hard to be able to support all major systems that comprise over 95% of the user market share including Google Chrome, Mozilla Firefox, Apple Safari, Opera and Microsoft Edge, JAWS and NVDA (screen readers).
Despite our very best efforts to allow anybody to adjust the website to their needs. There may still be pages or sections that are not fully accessible, are in the process of becoming accessible, or are lacking an adequate technological solution to make them accessible. Still, we are continually improving our accessibility, adding, updating and improving its options and features, and developing and adopting new technologies. All this is meant to reach the optimal level of accessibility, following technological advancements. For any assistance, please reach out to