SCHLAGLICHT
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Schlagworte: Zielgruppen und Märkte, Tourismuszukunft
Von Cathrin Schiemenz, 17. Februar 2021
© iStock.com/AndreasWeber
Nach dem Einbruch touristischer Aktivitäten im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie wurden von UNWTO, Skift Research/McKinsey & Company und der European Travel Commission verschiedene Szenarien zur Erholung des Tourismus entwickelt. Prognostiziert wird, dass diese von verschiedenen Faktoren abhängig ist.

Gemeinsam ist den Studien, dass…
Die Studien betonen mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten zudem, dass…

Im World Tourismus Barometer der UNWTO vom Dezember 2020 werden drei Szenarien für den internationalen Tourismus von 2021 bis 2024 aufgezeigt. Es wird davon ausgegangen, dass sich die internationalen Ankünfte im Laufe des Jahres 2021 wieder erholen werden, insofern es bis Mitte 2021 zu einer Eindämmung der Pandemie, hohen Impfraten gegen COVID–19, einem deutlichen Vertrauenszuwachs ins Reisen und einer weitgehenden Aufhebung der Reisebeschränkungen kommt. Besonders die Reisebeschränkungen beeinflussen die Erholung des internationalen Tourismus entscheidend (Ergebnis UNWTO-Expertengremium in der letzten Oktober-Umfrage).
Diese positive Entwicklung kann sich auch nach 2021 fortsetzen, wenn sich die Reisebedingungen normalisieren und die Corona-Pandemie weltweit eingedämmt ist. Abhängig von den drei Szenarien dauert es zweieinhalb bis vier Jahre, bis das Niveau von 2019 wieder erreicht wird. Der große „Reise-Nachholbedarf“ der Menschen nach dem Ende der Reiseeinschränkungen wird als Grundlage für den erwarteten Aufschwung gesehen.
Die Erholungszeiten für jedes Szenario sind im Folgenden zusammengefasst. Dargestellt sind jeweils die Jahressummen der internationalen Ankünfte in Millionen.
Szenario 1: Erholung in zweieinhalb Jahren (Mitte 2023) – blaue Linie
Szenario 2: Erholung in 3 Jahren (Ende 2023) – grüne Linie
Szenario 3: Erholung in 4 Jahren (Ende 2024) – orange Linie

Quelle: UNWTO
Auch der Bericht von Skift Research/McKinsey & Company (September 2020) beschäftigt sich mit der Fragestellung, wann sich die Reisebranche von der Corona-Pandemie erholen wird (Seite 40). Im Rahmen des Erholungsprozesses wird der Tourismus laut Studie vier verschiedene Phasen durchlaufen: die Krise, die Erholung von der Pandemie, die Erholung der Wirtschaft und dann eine neue Normalität. Dieser Prozess wird von zwei weiteren Faktoren abhängig sein:
Unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren und mittels einer dreistufigen Bewertung dieser (schlechter bis besser), ergeben sich neun mögliche Szenarien für die Entwicklung des globalen Bruttoinlandproduktes. Aus diesen neun Szenarien wurden von den befragten Experten die vier wahrscheinlichsten Szenarien für die Entwicklung des globalen Tourismus ausgewählt.
Unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren und mittels einer dreistufigen Bewertung dieser (schlechter bis besser), ergeben sich neun mögliche Szenarien für die Entwicklung des globalen Bruttoinlandproduktes. Aus diesen neun Szenarien wurden von den befragten Experten die vier wahrscheinlichsten Szenarien für die Entwicklung des globalen Tourismus ausgewählt.
Die kumulierten Einnahmeverluste von 2020 bis 2030 gegenüber dem Trend von vor der Coronakrise belaufen sich abhängig vom jeweiligen Szenario auf 3,7 bis 7,4 Billionen US-Dollar. Das Wiedererlangen des Niveaus von 2019 wird je nach Szenario für 2023 oder 2024 erwartet – und liegt somit im gleichen Erwartungsraum wie die UNWTO.
Die Erholung des Tourismus wird regional sehr unterschiedlich sein – abhängig von den Vorschriften seitens der Gesundheitspolitik und der touristischen Infrastruktur. Dabei werden einige touristische Bereiche in der „neuen Normalität“ das Niveau von vor der Krise erreichen, andere werden vom veränderten Verhalten und von veränderten Präferenzen der Konsumenten beeinflusst sein.

Quelle: Skift Research/McKinsey & Company, Seite 41
Deutschland – so der Bericht (Seite 49) – hat es besser als die meisten anderen europäischen Länder geschafft, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Auf Grund des starken wirtschaftlichen Fundamentes werden sich die Reiseausgaben in Deutschland voraussichtlich bis 2022/2023 erholen. Die gute Verkehrsinfrastruktur des Landes und die offenen Grenzen zu den Nachbarländern tragen zu einer schnellen Erholung des Reiseverkehrs bei. Der Anteil der Geschäfts- und Privatreisenden am Flugverkehr wird sich möglicherweise reduzieren, da das Bewusstsein für die Klimaschädlichkeit von Flugreisen zunimmt. Die kumulierten Tourismusausgaben für 2020 bis 2030 liegen gegenüber der Prognose von vor der Krise bei 210 bis 500 Milliarden US-Dollar.
Im Bericht „European Tourism Trends & Prospects“ (November 2020) der European Travel Commission werden ebenfalls mögliche Szenarien der Konjunkturerholung untersucht. Die Auswirkungen der generell gesunkenen Reiseaktivitäten sind in Europa besonders stark zu spüren, vor allem in Destinationen mit einer hohen Abhängigkeit vom Tourismus. In allen Destinationen wird eine vollständige wirtschaftliche Erholung jedoch nicht ohne eine Rückkehr zu einer Normalisierung in der Tourismusbranche möglich sein, in Anbetracht der Tatsache, dass diese am stärksten vom Nachfragerückgang betroffen ist. Ein proaktiver Ansatz zur Wiederöffnung der Grenzen würde es vielen europäischen Ländern ermöglichen, bis 2024 wieder das Niveau von 2019 zu erreichen. Anhaltende Reisebeschränkungen wirken sich negativ auf die Erholung des internationalen Reiseverkehrs aus.
Zudem ist die Zukunft des Tourismus abhängig von der Entwicklung und Verfügbarkeit des Impfstoffes und dem Vertrauen der Menschen in die Impfung sowie von dem Vertrauen der Reisenden in die Branche.
Einkommens- und Arbeitsplatzverluste durch die Corona-Pandemie können dazu führen, dass sich Touristen statt für teure Auslandsreisen für Inlandsreisen entscheiden. Zudem wird erwartet, dass sich die Nachfrage nach Kurzstrecken schneller erholt als die nach Langstrecken.

Quelle: European Travel Commission, Seite 22/23
Der in Folge der Pandemie nahezu zum Erliegen gekommene Geschäftsreiseverkehr hat besonders für Europa erhebliche Folgen, da mehr als 50 Prozent der weltweiten Geschäftsreisen in diese Region gehen. Eine Erholung in diesem Geschäftsfeld auf das Niveau von 2019 wird für 2026 erwartet. Damit wird von einer zwei Jahre längeren Erholung im Vergleich zum Freizeitreiseverkehr ausgegangen. Virtuelle Begegnungsformen wurden in der Corona-Pandemie von vielen Unternehmen als Ersatz für persönliche Treffen genutzt. Deren Beliebtheit wird die Rückkehr zum Vorkrisenniveau bremsen, aber eine Erholung wird es geben, denn der persönliche Kontakt und auch der Besuch von Messen und Veranstaltungen ist für Menschen nach wie vor wichtig. (Bericht Seite 23)
In der Coronakrise sind viele Regionen, die zuvor von Overtourism betroffen waren, von Nebeneffekten wie Staus, Preiserhöhungen und Umweltschäden verschont geblieben. Die negativen wirtschaftlichen Folgen waren jedoch für Regionen und Orte immens, die sich in den letzten Jahren vom Tourismus abhängig gemacht haben. Die Krise bietet die Chance, die Tourismusstrategie für die Zukunft zu überdenken, stärker auf nachhaltiges Wachstum zu setzen und Besucher in weniger bekannte Gebiete fern touristischer Hotspots und in Zeiten außerhalb der Hochsaison zu lenken.

Bayerisches Zentrum für Tourismus
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