BEST PRACTICE
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Schlagworte: Mobilität, Digitalisierung
Von Sybille Mederle, 11. Februar 2022
© iStock.com/Vladimir Timofeev
Mit voranschreitender Digitalisierung nehmen innovative Bezahl- und Ticketlösungen zu, auch im Bereich der Mobilität. Bezahlvorgänge werden jedoch häufig vor dem Hintergrund zunehmender Mobilitätsangebote, Apps und Tarife als kompliziert empfunden und die Ansprüche an benutzerfreundliche Bezahlvorgänge steigen. Auf dem Weg hin zu einer smarten Mobilität sind unter anderem Angebote mit einfacher Abrechnung und Buchung – Smart Ticketing – unabdingbar.
Trends in der Reise- und Tourismusbranche, die einen ganzheitlichen und intermodalen Ansatz verfolgen, sind nur dann erfolgreich, wenn sie bei Nutzern und Gästen einen Aha-Effekt erzeugen und eine Verbesserung darstellen. Unter diesem Aha-Effekt kann auch verstanden werden, dass Mobilität ebenso einfach gekauft wie genutzt werden kann. So könnte beispielsweise der Kauf eines intermodalen Reiseerlebnisses im Nachgang zu einer nutzerbezogenen Abrechnung führen. Dabei stellt beispielsweise ein Geschäftsreisender, der einen Fahrschein über einen einzigen Service-Anbieter löst und dabei Mobilitätsangebote verschiedener Anbieter nutzt, das Ideal dar.
„Smart Mobility wird als ein Angebot definiert, das eine „energieeffiziente“, „emissionsarme“, „sichere“, „komfortable“ und „kostengünstige“ Mobilität ermöglicht und das vom Verkehrsteilnehmer intelligent genutzt wird. Dabei geht es um die Optimierung der Nutzung der vorhandenen Angebote durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien.“
Das Positionspapier des Digitalverbandes Bitkom „Digitales Bezahlen in der Smart City und Smart Region“ zeigt anhand verschiedener Use Cases aus unterschiedlichen Bereichen die Einsatzmöglichkeiten digitaler Bezahlung auf. So können im Bereich der Mobilität Ticketsysteme von Verkehrsverbünden über Karten- oder Token basiertes Ein- und Auschecken digitalisiert und individuelle Abrechnungen zum günstigsten Fahrpreis ermöglicht werden. Daten- und Sicherheitsprobleme sind jedoch im Zusammenhang mit der Nutzung von Smart-Ticketing-Systemen eine der größten Herausforderungen, die das Wachstum des Marktes beeinträchtigen.
Smart Ticketing wird sich dann durchsetzen, wenn es für den Fahrgast klare Vorteile gibt, so das Beratungsunternehmen PwC. Smart Ticketing ermöglicht einen schnelleren und einfacheren Kauf und eine unkomplizierte Nutzung von Fahrkarten. Jedoch, so PwC weiter, wird dieser Vorteil ohne weitere Anreize laut Verbraucherforschung nicht ausreichen, um signifikante Verhaltensänderungen hervorzurufen und Menschen zum Umstieg zu bewegen. Durch einen direkten materiellen Nutzen, beispielsweise durch die Gewährleistung des jeweils besten Preises für eine Fahrt oder flexible Zeitkarten, kann die Akzeptanz unter den Nutzern erhöht werden. Digitale Bezahllösungen vereinfachen im besten Fall nicht nur Bezahlvorgänge, sondern tragen auch zur Vernetzung von Regionen und Städten bei und schaffen effiziente Angebote für Einheimische und Touristen. Für Verkehrsunternehmen ergeben sich neben Kosteneinsparungen auch weitere Vorteile, wie der Einblick in das Reiseverhalten der Fahrgäste und die Möglichkeit zur Erstellung nachfrageorientierter Fahrpläne sowie die Anpassung von Produkten und Dienstleistungen an die Kundenbedürfnisse.
Die Stadt Bonn reagiert seit September 2020 mit einem einfachen, benutzerfreundlichen und nahtlosen Bezahlsystem für den öffentlichen Nahverkehr auf die digitale Zukunft und führte als erste Stadt in Deutschland das Abrechnungssystem „BONNsmart“ für mobiles und kontaktloses Ein- und Auschecken in Bussen und Bahnen der Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SBV GmbH) ein. Um einen Fahrschein zu lösen, halten die Fahrgäste beim Einstieg und beim Ausstieg ihre EC- oder Kreditkarten mit NFC-Funktion an eines der stationären Terminals im Verkehrsmittel, ohne sich vorab über Tarife informieren oder eine App herunterladen zu müssen. Genauso können Fahrgäste aber auch mit ihrem Smartphone oder ihrer Smartwatch zahlen. Auf diese Art wird anonymisiert der Start- und Endzeitpunkt der Fahrt übermittelt.
Um den Bezahlvorgang abzuschließen, berücksichtigt das System alle Fahrten des laufenden Tages und errechnet dann den für den Fahrgast günstigsten Preis auf Basis des 24-Stunden-Tarifs. Zusätzliche Kosten fallen für den Fahrgast nicht an und eine Registrierung ist nicht erforderlich.
Das System summiert alle Einzelfahrten und verrechnet diese, falls möglich, zum günstigsten Tarif (z. B. Tagesticket). Die Abbuchung erfolgt erst am Ende des Tages. So wird den Fahrgästen eine flexible Nutzung mit dem jeweils besten Preis gewährleistet. Bei Fahrkartenkontrollen hält der Fahrgast sein verwendetes Zahlungsmittel an das Kontrollgerät, welches erkennt, ob sich der Fahrgast eingecheckt hat. Im Falle einer Kartenzahlung am Terminal sind die Karteninformationen über eine PIN geschützt und werden anonymisiert und verschlüsselt übertragen. Auch bei der Bezahlung über ein Smartphone oder eine Smartwatch werden nicht Kartennummern, sondern sogenannte „Tokens“ gespeichert.
Anhand des flexiblen Abrechnungssystems sollen die letzten Hürden für die Nutzung des ÖPNVs genommen werden – insbesondere für Touristen oder Geschäftsreisende, die sich mit den Tarifen vor Ort nicht auskennen. Durch die gesammelten Daten kann das Verkehrsunternehmen Verkehrsströme besser erfassen und dementsprechend können weniger oder mehr Busse auf den Strecken eingesetzt werden.
Einige Einschränkungen weist das System jedoch auf: So ist der kontaktlose Bezahlvorgang momentan auf eine Person begrenzt und weitere Mitreisende können nicht hinzugebucht werden. Auch wird beim zweimaligen Auflegen der Karte oder eines mobilen Endgerätes am Terminal dieser Vorgang als Aussteigen registriert. Preisliche Unterschiede gibt es noch nicht – ein gebuchtes Ticket über BonnSmart kostet genauso viel wie am Automaten.
Das Pilotprojekt ist ein mit Landesmitteln finanziertes Vorhaben, unterstützt durch die Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH, Postbank, Visa, Kompetenzcenter Digitalisierung NRW, Scheidt & Bachmann.
Smart Ticketing hat das Potenzial, zur Mobilitätswende beizutragen. Aus Nutzersicht – also für Einheimische und Touristen – gilt es nun, Vertrauen in innovative Bezahlmöglichkeiten aufzubauen und den Nutzer durch entscheidende Vorteile zu überzeugen. Für die Zukunft ist es entscheidend, neben regional vernetzten Angeboten, diese auch flächendeckend zu gewährleisten und mit anderen Elementen der Mobilitätskette zu verknüpfen, so dass dem Nutzer eine „seamless journey“ ermöglicht wird.
In London können Fahrten des öffentlichen Verkehrs über die „Oyster card“ abgerechnet werden, die zum Ein- und Auschecken ebenfalls an ein Kartenlesegerät gehalten wird. Nutzer fahren mit der Karte so oft sie wollen, die Karte wird dann automatisch auf den günstigsten Tagestarif begrenzt. Jedoch muss die „Oyster card“ vorab am Automaten oder online aufgeladen werden.
Bayerisches Zentrum für Tourismus
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To fulfill this, we aim to adhere as strictly as possible to the World Wide Web Consortium’s (W3C) Web Content Accessibility Guidelines 2.1 (WCAG 2.1) at the AA level. These guidelines explain how to make web content accessible to people with a wide array of disabilities. Complying with those guidelines helps us ensure that the website is accessible to all people: blind people, people with motor impairments, visual impairment, cognitive disabilities, and more.
This website utilizes various technologies that are meant to make it as accessible as possible at all times. We utilize an accessibility interface that allows persons with specific disabilities to adjust the website’s UI (user interface) and design it to their personal needs.
Additionally, the website utilizes an AI-based application that runs in the background and optimizes its accessibility level constantly. This application remediates the website’s HTML, adapts Its functionality and behavior for screen-readers used by the blind users, and for keyboard functions used by individuals with motor impairments.
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These adjustments are compatible with all popular screen readers, including JAWS and NVDA.
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