GEFÖRDERTES PROJEKT 2020/2021
GEFÖRDERTES PROJEKT 2020/2021
Schlagworte: Stadtentwicklung, Digitalisierung
© iStock.com/franz12
Wie „smart“ ist der bayerische Städtetourismus? Das ist die Kernfrage des STIBS-Projektes, das mit leitfadengestützten Experteninterviews (DMOs, Mobilitätsanbieter, Akteure aus dem Kunst- und Kulturbereich und MICE-Segment) und quantitativen Fragebögen (n=112) in den fünf bayerischen Städten Augsburg, Ingolstadt, München, Nürnberg, Regensburg entsprechende Aktivitäten und Planungen der befragten Akteure untersucht. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem der Technologieeinsatz, der Einfluss der Covid-19-Pandemie, die Datennutzung oder die Vernetzungsstrukturen zwischen den Akteuren.
Smarte Technologien, die in verschiedene Objekte wie Gebäude oder Verkehrsinfrastruktur integriert werden, bilden die Basis des Smart Tourism. Im bayerischen Städtetourismus wurden zwar erste technologische Bausteine bereits realisiert, jedoch begrenzen sie sich im Wesentlichen auf Websites, Social Media, WiFi, Videos und Apps. Komplexere Technologien wie Augmented und Virtual Reality, NFC, Serious Games, Beacons oder Chatbots werden hingegen nur äußerst selten und Künstliche Intelligenz sogar überhaupt nicht eingesetzt. Begründet wird die Zurückhaltung beim Einsatz solcher Technologien unter anderem mit zu hohen Kosten und fehlenden Kosten-Nutzen-Abwägungen, Schwierigkeiten bei der Umsetzung in die Praxis durch fehlende Infrastrukturen sowie generellen Unsicherheiten und Misstrauen gegenüber neuen Technologien (wie Robotik und Künstliche Intelligenz), die als sehr abstrakt und wenig greifbar wahrgenommen werden.
Allerdings bestehen Unterschiede zwischen den fünf bayerischen Städten und den heterogenen Akteuren. So liegt zwar in allen fünf Städten ein starker Fokus auf den zuvor genannten Webseiten, WiFi, Social Media und Videos, aber während in Ingolstadt und Regensburg darüber hinaus keine weiteren Technologien eingesetzt werden, kommen in Augsburg und München neben Apps auch Virtual Reality, Chatbots und NFC zum Einsatz. Die größte Vielfalt an technologischen Anwendungen zeigt allerdings Nürnberg: Neben Apps, Augmented und Virtual Reality, Chatbots, NFC, Beacons und Serious Games wird sogar Automatisierung und Robotik genutzt. Insbesondere im Kunst- und Kulturbereich werden – und zwar in allen untersuchten Städten – vielfältige Technologie (Augmented und Virtual Reality, Beacons, Serious Game etc.) eingesetzt, während die DMOs übereinstimmend eher die Akteure im MICE-Bereich als Vorreiter bei digitalen Angeboten vermuten. Insbesondere im Zuge der Covid-19-Pandemie hätten sie frühzeitig Anpassungsstrategien und entsprechende digitale Veranstaltungen entworfen, die auch in Zukunft benötigt werden, weil ein Vorkrisenniveau in diesem Segment wohl nicht mehr erreicht werde.
Ein weiterer zentraler Bestandteil von Smart-Tourism-Aktivitäten ist die Auswertung und Verarbeitung großer Datenmengen (Big Data). Im bayerischen Städtetourismus gibt es einige Akteure, die bereits erste Ansätze zur Datensammlung und -auswertung implementiert haben. So werden etwa Auslastungsstatistiken zum Beispiel in Form von verkauften Tickets, Zugriffszahlen z. B. auf Homepages oder Apps oder Auswertungen von Social-Media-Beiträgen bereits genutzt. Die Vielzahl der Anbieter, die solche Daten noch nicht nutzen, begründen das mit fehlenden personellen und finanziellen Ressourcen, den strengen Datenschutzrichtlinien, dem Zweifel am Nutzen personalisierter Daten oder an der Notwendigkeit in der Sammlung und Auswertung entsprechender Informationen. Folglich gibt es bislang im bayerischen Städtetourismus keinen Anbieter oder Akteur, der eine automatisierte Auswertung von Nutzerdaten zur Entwicklung optimierter oder individueller Angebote praktiziert.
Abbildung: Datennutzung im bayerischen Städtetourismus; Quelle: eigene Abbildung
Zentral für den Smart Tourism ist der Austausch der Daten zwischen den verschiedenen Akteuren. In allen bayerischen Städten fehlen derartige Open-Data-Strukturen, die Daten der Leistungsträger sammeln und ihnen wiederum uneingeschränkt und frei zugänglich bereitstellen, bisher gänzlich. Die stärksten Vernetzungen finden sich innerhalb der Städte. Die DMOs pflegen diese lokalen Netzwerke, koordinieren kommunale Akteure und privatwirtschaftliche Leistungsträger (Hotellerie, Gastronomie, Mobilität etc.) und stoßen durch Workshops zu digitalen Themen einen Austausch zwischen den Akteuren an. Die Netzwerke innerhalb der Städte werden von einigen Akteuren aber auch als noch ausbaufähig beschrieben, wenn beispielweise keine einheitlichen Datenpools zur Verfügung stehen oder der Zugriff auf aktuelle Daten nicht möglich ist. Auch Vernetzungen zwischen Akteuren der gleichen Branche (besonders häufig im Kunst- und Kulturbereich) spielen im bayerischen Städtetourismus eine wesentliche Rolle. Ein starker Austausch besteht dabei vor allem zwischen Museen und Kultureinrichtungen (z. B. Theater), um voneinander bei digitalen Angeboten zu lernen oder gemeinsam Vortragsreihen und Aktionen zu organisieren. Die Vernetzungen über die Stadtgrenzen hinaus (z. B. Deutsche Zentrale für Tourismus, BayTM) geben zudem eine Vielzahl von Digitalprojekten vor, an denen sich die lokalen Akteure beteiligen können. Und auch in Städtepartnerschaften beziehungsweise Netzwerken (z. B. Magic Cities, Historic Highlights of Germany, Deutscher Städtetag) wird das Thema Digitalisierung intensiv diskutiert.
Corona hat im bayerischen Städtetourismus zu erheblichen Nachfrageeinbußen geführt. Dennoch wird die Pandemie von den meisten befragten Akteuren auch als Chance begriffen, da sie digitale Angebote erfordert habe. Viele Einrichtungen hätten zwar entsprechende Projekte bereits vor Covid-19 geplant, eine praktische Umsetzung wäre jedoch ohne Corona in absehbarer Zeit nicht erfolgt. Erst durch die Pandemie wurde eine Vielzahl an neuen Angeboten (z. B. digitale Führungen, kontaktloses Bezahlen) innerhalb kürzester Zeit ermöglicht und bestehende Digitalformate weiter ausdifferenziert (z. B. Automatisierung der Baggage Drop-off Counter, Stadtführungen mit VR-Technologie oder interaktive Homepages). Zudem sind Touristen durch die Pandemie digitalen Themen gegenüber mittlerweile auch deutlich aufgeschlossener und coronabedingte Förderungen hätten schließlich auch eine schnelle technische Umsetzung technologischer Projekte erst ermöglicht.

PD Dr. Markus Hilpert (Universität Augsburg, Institut für Geographie, Lehrstuhl für Humangeographie und Transformationsforschung)


Bayerisches Zentrum für Tourismus
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