GEFÖRDERTES PROJEKT 2020/2021

Schlagworte: Destinationsentwicklung, Bürgerbeteiligung, Tourismusakzeptanz

Nachhaltige Destinationsentwicklung im Freistaat Bayern: Partizipative Ansätze für eine größere Tourismusakzeptanz?

© iStock.com/master1305

Im Projekt „Nachhaltige Destinationsentwicklung im Freistaat Bayern: Partizipative Ansätze für eine größere Tourismusakzeptanz?“ werden – basierend auf den Erkenntnissen der aktuellen Tourismusforschung und unter Einbeziehung der im Projekt gewonnenen Erkenntnisse – die relevanten Prozesse und Bereiche der Bürgerbeteiligung in der Tourismus- und Destinationsplanung identifiziert. Darauf aufbauend werden Instrumente für eine dauerhafte und erfolgreiche Bürgerbeteiligung für ausgewählte Destinationen erarbeitet, im Projektverlauf erprobt und implementiert. Eine verbesserte Bürgerbeteiligungskultur soll dem Ziel einer nachhaltigen Destinationsentwicklung und der Steigerung der Tourismusakzeptanz bei der einheimischen Bevölkerung dienen. Die erarbeiteten Projektergebnisse fließen in praxisorientierte Handlungsleitfäden ein. Diese Leitfäden können nach einer entsprechenden Anpassung und Berücksichtigung der jeweiligen Gegebenheiten in weiteren bayerischen Destinationen bei der Gestaltung der Bürgerbeteiligungsprozesse in Wert gesetzt werden.

Die COVID-19-Pandemie hat im Projektverlauf dazu geführt, dass es, insbesondere in Bezug auf die in Präsenz geplanten Workshops, zu Verzögerungen gekommen ist. Bisher wurde eine umfangreiche Analyse zur Tourismusakzeptanz bei den Einheimischen in den drei Modellregionen (Stadt und Großraum München, Tölzer Land und Fränkisches Seenland) mittels eines Fragebogens mit quantitativen und qualitativen Elementen durchgeführt. Ebenso sind auf Basis von Literaturrecherche und der vorangegangenen Analyse bereits zahlreiche qualitative Interviews in den drei Modellregionen geführt und mit Hilfe der GABEK-Methode ausgewertet worden. Zusätzlich wurden mit einer Literaturrecherche die in der Praxis etablierten Beteiligungsmodelle identifiziert. Zurzeit werden die bereits erhobenen quantitativen und qualitativen Daten im Projektteam ausgewertet.

Im Frühjahr 2022 finden die geplanten Workshops statt. In den Workshops werden die Modelle der Bürgerbeteiligung diskutiert und gemeinsam Handlungsempfehlungen für die beteiligten Destinationen entwickelt.

Zum Abschluss des Projekts wird ein Praxisleitfaden erarbeitet, der Destinationen Hilfestellung bei der Gestaltung von Bürgerbeteiligungsprozessen gibt. Die Projektbeteiligten versprechen sich davon eine nachhaltige Erhöhung und Sicherung der Tourismusakzeptanz in den Modellregionen und darüber hinaus.

Projektverantwortung

Prof. Dr. Marcus Herntrei (Technische Hochschule Deggendorf, European Campus Rottal-Inn)
Prof. Dr. Markus Pillmayer (Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Fakultät für Tourismus)
Prof. Dr. Nicolai Scherle (FOM Hochschule für Oekonomie und Management, Hochschulzentrum München)
Dr. Viachaslau Nikitsin (Technische Hochschule Deggendorf, European Campus Rottal-Inn)

Projektbericht

Der abschließende Projektbericht liegt noch nicht vor.