FACHVERANSTALTUNG
Schnee, Sonne, Nachhaltigkeit – Zukunftsorientierte Strategien für Winterdestinationen
live am 3. Dezember 2025 I 10.00 bis 11.30 Uhr
FACHVERANSTALTUNG
live am 3. Dezember 2025 I 10.00 bis 11.30 Uhr
Eine Veranstaltung von:







Die Online-Fachveranstaltung wurde von Prof. Dr. Alfred Bauer und Prof. Dr. Jürgen Schmude vom Bayerischen Zentrum für Tourismus (BZT) moderiert und beleuchtete die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des Wintertourismus in Bayern. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen des Klimawandels auf Schneesicherheit, die wirtschaftliche Bedeutung der Wintersaison sowie Strategien zur Anpassung und Transformation von Destinationen. Die Veranstaltung bot einen Überblick über aktuelle Studienergebnisse und Praxisbeispiele aus verschiedenen Regionen.
Zu Beginn wurden einige zentrale Zahlen vorgestellt: Der Tourismus in Bayern erzielte 2024 einen Gesamtumsatz von 37,5 Milliarden Euro, wovon 44 Prozent – rund 16 Milliarden Euro – auf das Winterhalbjahr entfallen, so eine aktuelle Studie des dwif. Laut einer aktuellen Umfrage des BZT planen 39 Prozent der Deutschen zwischen Dezember 2025 und April 2026 eine Reise, knapp ein Drittel davon möchte den Urlaub im Schnee verbringen. Hinzu kommen 31 Prozent der deutschen Bevölkerung, die Tagesreisen mit Schneeaktivitäten planen. Bei Schneemangel reagieren die Gäste unterschiedlich: 22 Prozent verschieben den Zeitpunkt ihres Urlaubs, 36 Prozent wechseln die Aktivität und elf Prozent verreisen wie geplant. Diese Gruppen bleiben der Destination treu. 24 Prozent gehen den ursprünglich gewählten Destinationen jedoch durch Abwanderung der Reisenden in einen anderen Urlaubsort mit höherer Schneesicherheit verloren.
Michaela Kaniber (Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus) betonte in ihrem Grußwort, dass der Klimawandel vor allem für den Winter große Herausforderungen mit sich bringt. Bayern hat schon frühzeitig mit einer Diversifizierung des Angebots reagiert: Wandern, Wellness, Naturerlebnisse, Kultur und Kulinarik bieten schon heute Angebote für den Wintertourismus. Dennoch bleibt Schnee ein zentraler Wertschöpfungsfaktor. Die Ministerin appellierte an die Zuhörerinnen und Zuhörer, mit Kreativität, Flexibilität und vor allem Durchhaltevermögen auch ohne Schneeangebote die Wintersaison zu sichern.
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Prof. Dr. Alfred Bauer stellte die Zukunftsszenarien für den Wintertourismus vor, die das BZT in einem elfmonatigen Prozess mit 31 Expertinnen und Experten entwickelt hat. Dabei wurden sieben Szenarien erarbeitet:

Gewünscht und erwarter sind seitens der Expertinnen und Experten zum einen Entwicklung hin zu einem Ganzjahrestourismus (Szenario 6) und zum anderen zu klimaneutralen Schneeerlebnissen (Szenario 5), während Stillstand kein zukunftsfähiges Szenario sein kann. Als ein Beispiel für die praktische Umsetzung wurde die Strategie des Allgäus genannt: Die Region will eine Ganzjahresdestination mit zwei starken Saisonen bleiben und hat dafür Transformationsstrategien entwickelt.
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Katharina Gasteiger stellte das Projekt „BeyondSnow“ vor, das Destinationen bei der Anpassung an Schneemangel unterstützt. Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass der Klimawandel zu weniger Schneetagen und unsicheren Wintersportbedingungen führt – besonders in mittleren Höhenlagen. Kurzfristige Lösungen wie technische Beschneiung sind keine nachhaltige Strategie, da sie hohe Kosten, Wasserverbrauch und Energiebedarf verursachen.
Die zentrale Botschaft des Projekts lautet: Destinationen müssen sich von der reinen Schneeorientierung lösen und ganzjährig attraktive Angebote schaffen – Natur, Kultur, Wellness und neue Freizeitformate. Alle Projektergebnisse und Tools sind öffentlich zugänglich und sollen als Grundlage für weitere Initiativen dienen.
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Balderschwang ist die kleinste und höchstgelegene eigenständige Gemeinde Deutschlands auf über 1.000 Meter und wird oft als „bayerisch Sibirien“ bezeichnet. Dennoch sieht sich auch dieser Ort mit den Herausforderungen des Klimawandels konfrontiert. Im Gespräch betonte Konrad Kienle, warum sich der Ort am Projekt „BeyondSnow“ beteiligt hat.
Der Bayerische Wald – stellvertretend für Mittelgebirgsregionen – ist eines der größten Wintersportgebiete Deutschlands für nordische Sportarten wie Langlaufen mit rund 2.000 Loipenkilometern aller Schwierigkeitsgrade, 80 Liftanlagen und 86 Pistenkilometern. Günter Reimann berichtete, dass die Region stark vom Tagestourismus geprägt ist und von vielen als Einstieg in den Wintersport genutzt wird. Trotz der klimatischen Veränderungen konnte der Bayerische Wald in den Hochlagen im letzten Winter über 100 Betriebstage im alpinen und nordischen Bereich verzeichnen. Um die Zukunftsfähigkeit zu sichern, wurden und werden mehrere Maßnahmen umgesetzt:
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Teresa Hallinger berichtete, dass sich die Region Berchtesgaden nach der Einstellung des alpinen Skibetriebs am Jenner im Jahr 2024 neu positionieren musste. Die Umsätze blieben weitgehend stabil, da die Destination auf ihre vielfältigen Angebote jenseits des Skifahrens setzt. Dazu gehören:
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Alle vorgestellten Destinationen setzen auf Ganzjahresstrategien, flexible Angebotsgestaltung und eine ehrliche Kommunikation mit den Gästen. Der Ausbau der Infrastruktur für die hybride Nutzung im Winter und im Sommer, die Digitalisierung der Informationskanäle und die Entwicklung nachhaltiger Mobilitätslösungen sind zentrale Bausteine. Die Beispiele verdeutlichen, dass der Weg zum Ganzjahrestourismus individuell gestaltet werden muss – abhängig von Lage, Größe und gewünschten Zielgruppen der jeweiligen Destination.
Dabei prägt der Leitgedanke „Schnee kann, Schnee muss aber nicht“ die Zukunft des Wintertourismus in Bayern, so Prof. Dr. Alfred Bauer.


Bayerisches Zentrum für Tourismus
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