ONLINE-FORUM
Winter(sport)tourismus: Rückblick und Ausblick
live am 14. April 2026 I 10.00 bis 11.30 Uhr
ONLINE-FORUM
live am 14. April 2026 I 10.00 bis 11.30 Uhr


Leiter des Sachgebietes Sachverständigengutachten und Klimaberatung

Geschäftsführerin
Brauneck- und Wallbergbahnen GmbH & Alpenbahnen Spitzingsee GmbH


Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Department für Geographie


Mildere Winter, geringere Niederschläge und ein verändertes Gästeverhalten stellen den alpinen Wintertourismus zunehmend vor strukturelle Herausforderungen. Welche konkreten Veränderungen bereits sichtbar sind und welche Anpassungsstrategien künftig erforderlich werden, stand im Mittelpunkt des zweiten Online‑Dialogs der BZT‑Jahresdialoge 2026. Unter der Moderation von Prof. Dr. Alfred Bauer und Prof. Dr. Jürgen Schmude (Bayerisches Zentrum für Tourismus) diskutierten Fachleute aus Klimaforschung, Wissenschaft und touristischer Praxis die Wintersaison 2025/2026 und ordneten die aktuellen Entwicklungen für Bayern und den Alpenraum ein.
Der Winter 2025/2026 war aus klimatologischer Sicht erneut geprägt von milden Temperaturen und geringen Niederschlägen. Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war er „milder, trockener und sonniger als im Klimamittel 1991-2020“. Trotz einzelner Kältephasen blieb der ersehnte Naturschnee in vielen Regionen Bayerns aufgrund geringer Niederschläge aus.
Lothar Bock berichtet: Langfristige Auswertungen zeigen, dass diese Entwicklung kein Einzelfall ist. Bayern hat sich in den vergangenen Jahrzehnten spürbar erwärmt – vor allem in den alpinen Regionen. Gleichzeitig nahm die Menge winterlicher Niederschläge häufig ab. Beispiele aus dem Fichtelgebirge, von der Firstalm oder aus Oberstdorf verdeutlichen: Zwar unterliegt die Schneedecke starken jährlichen Schwankungen, im langjährigen Trend ist jedoch ein klarer Rückgang erkennbar. Ein markanter Bruch zeichnete sich bereits Ende der 1980er‑Jahre ab, als schneearme Winter deutlich häufiger wurden.
Klimaprojektionen lassen erwarten, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Mit steigenden Treibhausgasemissionen ist insbesondere in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts mit weiteren Temperaturanstiegen zu rechnen. Für den Niederschlag wird eine größere Variabilität prognostiziert, während verlässliche Aussagen zur Schneedeckenentwicklung weiterhin mit Unsicherheiten behaftet sind. Klar ist jedoch: Die natürliche Schneesicherheit nimmt ab, auch wenn einzelne Winter weiterhin schneereich ausfallen können.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenTrotz dieser klimatischen Rahmenbedingungen bleibt der Wintertourismus in Teilen weiterhin wirtschaftlich tragfähig. Die Wintersaison 2025/2026 zeigte, dass schneeärmere Perioden nicht zwangsläufig einen Ausfall des Skibetriebs bedeuten. Technische Beschneiung und ein frühzeitiger Saisonstart ermöglichten an mehreren Standorten einen stabilen Betrieb mit über 100 Skitagen.
Antonia Asenstorfer schildert: Entscheidend ist jedoch ein hohes Maß an Flexibilität. Effizientes Schneemanagement, leistungsfähige Beschneiungsanlagen und ein vorausschauendes Wassermanagement gewinnen zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig wird deutlich, dass der Winterbetrieb allein langfristig nicht ausreicht. Immer wichtiger wird ein ganzjährig tragfähiges Angebotsportfolio, das sowohl Winter‑ als auch Sommergäste anspricht und regionale Wertschöpfung sichert.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenEine zentrale Frage für Destinationen lautet: Wie reagieren Gäste auf veränderte Winterbedingungen? Eine aktuelle Befragung des BZT, vorgestellt von Verena Fischer, zeigt, dass zwar ein Bewusstsein für abnehmende Schneesicherheit vorhanden ist, sich das Reiseverhalten jedoch nur schrittweise verändert. Zwar plant ein relevanter Teil der Urlauberinnen und Urlauber weiterhin Winterreisen, doch nur ein kleinerer Anteil verfolgt explizit schneegebundene Aktivitäten.
Für viele Reisende steht der Erholungsaspekt im Vordergrund – unabhängig von der Schneelage. Winterwandern oder Spazierengehen gewinnen an Bedeutung, klassische Wintersportarten bleiben jedoch weiterhin relevant. Gäste reagieren zwar situativ flexibel, grundlegende Verschiebungen bei Reisezeitpunkten oder Aktivitätspräferenzen sind bislang nur begrenzt erkennbar, fasst Laura Reiter zusammen.
Vor diesem Hintergrund rückt die strategische Weiterentwicklung von Destinationen in den Fokus. Tourismusregionen wie Seefeld in Österreich, vertreten durch Elias Walser, setzen zunehmend auf Diversifizierung, um ihre Abhängigkeit von Schnee zu reduzieren. Neben technisch abgesichertem Langlauf spielen genussorientiertes Wandern, lebendige Ortszentren sowie ergänzende Angebote wie Wellness, Eislaufen oder Winterwandern eine zentrale Rolle.
Der Ansatz ist dabei nicht als Abkehr vom klassischen Wintersport zu verstehen, sondern als Erweiterung: Skialpin bleibt ein wichtiges Kernprodukt, wird jedoch eingebettet in ein breiteres, ganzjähriges Erlebnisangebot. Ziel ist es, wetterbedingte Risiken abzufedern und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität für Gäste zu erhöhen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenDer Wintertourismus steht nicht vor dem Ende, wohl aber vor einem strukturellen Wandel. Schneegebundene Angebote werden auch künftig Teil des touristischen Portfolios bleiben. Gleichzeitig steigt die Bedeutung von Anpassungsfähigkeit, Angebotsvielfalt und einer ganzjährigen Perspektive auf Wertschöpfung.
Die zentrale Botschaft: Bestehende Stärken sichern und gleichzeitig konsequent weiterentwickeln. Attraktive, schneearme Alternativen, flexible Betriebsmodelle und eine enge Kopplung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielsetzungen sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des alpinen Tourismus.


Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenBayerisches Zentrum für Tourismus
We firmly believe that the internet should be available and accessible to anyone, and are committed to providing a website that is accessible to the widest possible audience, regardless of circumstance and ability.
To fulfill this, we aim to adhere as strictly as possible to the World Wide Web Consortium’s (W3C) Web Content Accessibility Guidelines 2.1 (WCAG 2.1) at the AA level. These guidelines explain how to make web content accessible to people with a wide array of disabilities. Complying with those guidelines helps us ensure that the website is accessible to all people: blind people, people with motor impairments, visual impairment, cognitive disabilities, and more.
This website utilizes various technologies that are meant to make it as accessible as possible at all times. We utilize an accessibility interface that allows persons with specific disabilities to adjust the website’s UI (user interface) and design it to their personal needs.
Additionally, the website utilizes an AI-based application that runs in the background and optimizes its accessibility level constantly. This application remediates the website’s HTML, adapts Its functionality and behavior for screen-readers used by the blind users, and for keyboard functions used by individuals with motor impairments.
If you’ve found a malfunction or have ideas for improvement, we’ll be happy to hear from you. You can reach out to the website’s operators by using the following email
Our website implements the ARIA attributes (Accessible Rich Internet Applications) technique, alongside various different behavioral changes, to ensure blind users visiting with screen-readers are able to read, comprehend, and enjoy the website’s functions. As soon as a user with a screen-reader enters your site, they immediately receive a prompt to enter the Screen-Reader Profile so they can browse and operate your site effectively. Here’s how our website covers some of the most important screen-reader requirements, alongside console screenshots of code examples:
Screen-reader optimization: we run a background process that learns the website’s components from top to bottom, to ensure ongoing compliance even when updating the website. In this process, we provide screen-readers with meaningful data using the ARIA set of attributes. For example, we provide accurate form labels; descriptions for actionable icons (social media icons, search icons, cart icons, etc.); validation guidance for form inputs; element roles such as buttons, menus, modal dialogues (popups), and others. Additionally, the background process scans all the website’s images and provides an accurate and meaningful image-object-recognition-based description as an ALT (alternate text) tag for images that are not described. It will also extract texts that are embedded within the image, using an OCR (optical character recognition) technology. To turn on screen-reader adjustments at any time, users need only to press the Alt+1 keyboard combination. Screen-reader users also get automatic announcements to turn the Screen-reader mode on as soon as they enter the website.
These adjustments are compatible with all popular screen readers, including JAWS and NVDA.
Keyboard navigation optimization: The background process also adjusts the website’s HTML, and adds various behaviors using JavaScript code to make the website operable by the keyboard. This includes the ability to navigate the website using the Tab and Shift+Tab keys, operate dropdowns with the arrow keys, close them with Esc, trigger buttons and links using the Enter key, navigate between radio and checkbox elements using the arrow keys, and fill them in with the Spacebar or Enter key.Additionally, keyboard users will find quick-navigation and content-skip menus, available at any time by clicking Alt+1, or as the first elements of the site while navigating with the keyboard. The background process also handles triggered popups by moving the keyboard focus towards them as soon as they appear, and not allow the focus drift outside it.
Users can also use shortcuts such as “M” (menus), “H” (headings), “F” (forms), “B” (buttons), and “G” (graphics) to jump to specific elements.
We aim to support the widest array of browsers and assistive technologies as possible, so our users can choose the best fitting tools for them, with as few limitations as possible. Therefore, we have worked very hard to be able to support all major systems that comprise over 95% of the user market share including Google Chrome, Mozilla Firefox, Apple Safari, Opera and Microsoft Edge, JAWS and NVDA (screen readers).
Despite our very best efforts to allow anybody to adjust the website to their needs. There may still be pages or sections that are not fully accessible, are in the process of becoming accessible, or are lacking an adequate technological solution to make them accessible. Still, we are continually improving our accessibility, adding, updating and improving its options and features, and developing and adopting new technologies. All this is meant to reach the optimal level of accessibility, following technological advancements. For any assistance, please reach out to
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen