ONLINE-FORUM
Overtourism
live am 24. Februar 2026 I 10.00 bis 11.30 Uhr
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Zu Beginn der Veranstaltung zitierte Prof. Dr. Alfred Bauer eine Studie zur Medienberichterstattung zum Thema Overtourism in Europa. Die Berichterstattung zum Thema Overtourism, die während der Corona-Jahre leicht rückläufig war, erreichte im Jahr 2024 einen neuen Höchststand an Veröffentlichungen, die sich insbesondere auf Südeuropa fokussieren. Auffällig ist, dass sich der Diskurs von einer reinen Branchenfrage hin zu einer politisch-gesellschaftlichen Debatte verschiebt. Im Gegensatz zu klassischen Hotspots (Barcelona, Venedig, Mallorca etc.) wird Overtourism in Deutschland und den Alpen medial weniger als Krise, sondern häufiger als Management- und Steuerungsproblem dargestellt.
Prof. Dr. Jürgen Schmude plädierte dafür, anstelle des Begriffs „Overtourism“, der gerne als Sammelbegriff für wahrgenommene negative Auswirkungen des Tourismus verwendet wird, von „Tragfähigkeit“ zu sprechen und führte in das Konzept der bereits in den 1990er Jahren entwickelten „Carrying Capacity“ ein. Er erläuterte kurz die sechs Dimensionen touristischer Belastungsgrenzen: physische, infrastrukturelle, ökologische, sozio-kulturelle, perzeptuelle und ökonomische Grenzen. Diese unterstreichen, dass Overtourism kein neues, eindimensionales Problem ist, sondern verschiedene Lebens- und Wirtschaftsbereiche berührt.
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Mehr InformationenProf. Dr. Alfred Bauer stellte ausgewählte Ergebnisse einer aktuellen Studie des BZT unter der Bevölkerung in Deutschland vor: So kennen 55 Prozent der Befragten den Begriff Overtourism bzw. Übertouismus, von denen wiederum drei Viertel mit Übertourismus vor allem „zu viele Menschen“ an einem Ort verbinden. 46 Prozent haben das Phänomen bereits auf Reisen und/oder in ihrem Wohnort selbst schon erlebt, was bei mehr als der Hälfte der Personen (55 Prozent) zu Veränderungen des eigenen Reiseverhaltens führt: in der Nebensaison verreisen (61 Prozent), touristische Hotspots meiden (56 Prozent) und anderswo Urlaub machen (49 Prozent) sind individuelle Anpassungsstrategien.
Die Verantwortung zur Lösung des Problems sehen die Befragten sowohl bei den Reisenden (67 Prozent) als auch bei den Tourismusunternehmen und den politischen Entscheidungsträgern (40 Prozent).
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Mehr InformationenStephan Märkl betonte die große Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor Nummer eins in seiner Region. Zugleich verwies er auf die Herausforderungen des Tagestourismus mit täglich 10.000 bis zu 15.000 Gästen an rund 30 Tagen in den Sommermonaten am Eibsee, einem Instagram-Hotspot. Dabei geraten der ÖPNV und die Parkplatzinfrastruktur punktuell und an einzelnen Tagen an ihre Grenzen. Daher unterstreicht der Grainauer Bürgermeister: „Die Vernetzung auf politischer Ebene und der Austausch mit den umliegenden Gemeinden ist für uns sehr wichtig, um insbesondere die Verkehrsproblematik in den Griff zu bekommen.“ Abschließend verwies er noch auf Befragungen unter der Grainauer Bevölkerung, die nach wie vor eine hohe Akzeptanz des Tourismus zeigen.
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Mehr InformationenStefan Fredlmeier schilderte die Situation in Füssen und plädierte für eine gemeinwohlorientierte Weiterentwicklung des Tourismus. Neben wirtschaftlichen Interessen müsse die Bevölkerung aktiv mit einbezogen werden. „Wir sind inzwischen im Zeitalter des Destinationsmanagements 4.0. Das heißt, wir betrachten den Raum nicht nur als touristische Destination, sondern als Lebensraum“, so Stefan Fredlmeier. Dabei sieht er auch die Bürgerinnen und Bürger in der Verantwortung, um in einer behutsamen Diskussion an langfristig tragfähigen Lösungen mitzuarbeiten.
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Mehr InformationenBenedikt Esser sprach sich gegen pauschale Beschränkungen für Reisebusse aus, die flächeneffizienter und nachhaltiger seien als der Individualverkehr. Statt genereller Verbote braucht es differenzierte Lösungen wie zentrale Bushaltezonen, Infrastruktur für E-Busse, Parkflächen an Stadtgrenzen sowie eine gezielte Lenkung von Verkehrsströmen. „Ein wirksames Management“ ist sich Benedikt Esser sicher, „wird vermutlich vor allem über KI und datengetriebene Steuerung erfolgen.“
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Mehr InformationenRalf Zednik gab einen Einblick in die Entwicklung der Tourismusströme in München, die in den vergangenen Jahren durchschnittlich um sieben Prozent jährlich gewachsen sind. Täglich besuchen rund 325.000 Gäste die Stadt, drei Viertel davon sind Tagesgäste. „Wir sehen, dass die Bevölkerung den Tourismus als eines der zentralen wirtschaftlichen Standbeine Münchens sieht und dem Tourismus große Bedeutung in dieser Hinsicht zumisst“, so Ralf Zednik. Umfragen unter den Einheimischen zeigen, dass 65 Prozent der Münchnerinnen und Münchner die Auswirkungen des Tourismus positiv und lediglich neun Prozent negativ bewerten. Maßnahmen wie eine „zu den Einheimischen passende Zielgruppenauswahl“, Entsaisonalisierung, Besucherlenkung und die Förderung der Tourismuswertschätzung sollen dazu beitragen, die Lebensqualität hoch und mit der touristischen Attraktivität in Einklang zu halten.
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Mehr InformationenDie Diskutanten waren sich abschließend einig, dass dort, wo das Gefühl der Überlastung entsteht, die Ursachen detailliert zu analysieren sind, um geeignete Maßnahmen zur Lösung suchen und umsetzen zu können.


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Mehr InformationenBayerisches Zentrum für Tourismus
We firmly believe that the internet should be available and accessible to anyone, and are committed to providing a website that is accessible to the widest possible audience, regardless of circumstance and ability.
To fulfill this, we aim to adhere as strictly as possible to the World Wide Web Consortium’s (W3C) Web Content Accessibility Guidelines 2.1 (WCAG 2.1) at the AA level. These guidelines explain how to make web content accessible to people with a wide array of disabilities. Complying with those guidelines helps us ensure that the website is accessible to all people: blind people, people with motor impairments, visual impairment, cognitive disabilities, and more.
This website utilizes various technologies that are meant to make it as accessible as possible at all times. We utilize an accessibility interface that allows persons with specific disabilities to adjust the website’s UI (user interface) and design it to their personal needs.
Additionally, the website utilizes an AI-based application that runs in the background and optimizes its accessibility level constantly. This application remediates the website’s HTML, adapts Its functionality and behavior for screen-readers used by the blind users, and for keyboard functions used by individuals with motor impairments.
If you’ve found a malfunction or have ideas for improvement, we’ll be happy to hear from you. You can reach out to the website’s operators by using the following email
Our website implements the ARIA attributes (Accessible Rich Internet Applications) technique, alongside various different behavioral changes, to ensure blind users visiting with screen-readers are able to read, comprehend, and enjoy the website’s functions. As soon as a user with a screen-reader enters your site, they immediately receive a prompt to enter the Screen-Reader Profile so they can browse and operate your site effectively. Here’s how our website covers some of the most important screen-reader requirements, alongside console screenshots of code examples:
Screen-reader optimization: we run a background process that learns the website’s components from top to bottom, to ensure ongoing compliance even when updating the website. In this process, we provide screen-readers with meaningful data using the ARIA set of attributes. For example, we provide accurate form labels; descriptions for actionable icons (social media icons, search icons, cart icons, etc.); validation guidance for form inputs; element roles such as buttons, menus, modal dialogues (popups), and others. Additionally, the background process scans all the website’s images and provides an accurate and meaningful image-object-recognition-based description as an ALT (alternate text) tag for images that are not described. It will also extract texts that are embedded within the image, using an OCR (optical character recognition) technology. To turn on screen-reader adjustments at any time, users need only to press the Alt+1 keyboard combination. Screen-reader users also get automatic announcements to turn the Screen-reader mode on as soon as they enter the website.
These adjustments are compatible with all popular screen readers, including JAWS and NVDA.
Keyboard navigation optimization: The background process also adjusts the website’s HTML, and adds various behaviors using JavaScript code to make the website operable by the keyboard. This includes the ability to navigate the website using the Tab and Shift+Tab keys, operate dropdowns with the arrow keys, close them with Esc, trigger buttons and links using the Enter key, navigate between radio and checkbox elements using the arrow keys, and fill them in with the Spacebar or Enter key.Additionally, keyboard users will find quick-navigation and content-skip menus, available at any time by clicking Alt+1, or as the first elements of the site while navigating with the keyboard. The background process also handles triggered popups by moving the keyboard focus towards them as soon as they appear, and not allow the focus drift outside it.
Users can also use shortcuts such as “M” (menus), “H” (headings), “F” (forms), “B” (buttons), and “G” (graphics) to jump to specific elements.
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Despite our very best efforts to allow anybody to adjust the website to their needs. There may still be pages or sections that are not fully accessible, are in the process of becoming accessible, or are lacking an adequate technological solution to make them accessible. Still, we are continually improving our accessibility, adding, updating and improving its options and features, and developing and adopting new technologies. All this is meant to reach the optimal level of accessibility, following technological advancements. For any assistance, please reach out to
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